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25.08.2016

15:28 Uhr

Wohnungsmarkt

CA Immo profitiert vom Boom in Deutschland

Der österreichische Immobilienkonzern CA Immo wächst kräftig: Im ersten Halbjahr 2016 stieg das operative Ergebnis um 21 Prozent. Eine Fusion mit Immofinanz hält die Führung für sinnvoll – aber nicht um jeden Preis.

Das Logo der CA Immo in Wien: Der österreichische Immobilienkonzern legte am Mittwoch Zahlen vor. Reuters

CA Immo

Das Logo der CA Immo in Wien: Der österreichische Immobilienkonzern legte am Mittwoch Zahlen vor.

FrankfurtDer österreichische Immobilienkonzern CA Immo geht nach einem Gewinnsprung im ersten Halbjahr mit breiter Brust in die Fusionsgespräche mit der Rivalin Immofinanz. „Das erste Gespräch, das wir alle miteinander führen werden, das wird jetzt Anfang September stattfinden“, sagte Vorstandschef Frank Nickel am Donnerstag in Wien.

Beide Konzerne fokussieren sich auf Büroimmobilien in den Kernmärkten Österreich und Deutschland plus Osteuropa und könnten ihre Schlagkraft durch ein Zusammengehen deutlich erhöhen. CA Immo wird an der Börse derzeit mit 1,6 Milliarden Euro bewertet, Immofinanz mit knapp zwei Milliarden.

Die Pläne für eine Fusion sind allerdings nicht neu. Anfang 2015 tobte schon einmal ein Übernahmestreit zwischen den beiden Wiener Unternehmen, die versuchten, sich mit einer Beteiligung am jeweils anderen eine gute Machtposition zu sichern. Die beiden damaligen Firmenchefs waren sich zwar grundsätzlich einig, dass ein Zusammenschluss sinnvoll sei. Strittig war aber, wer am Ende wen schluckt. Nun soll – unter neuer Führung – eine einvernehmliche Verschmelzung auf den Weg gebracht werden. Der neue Anlauf wurde im Frühjahr gestartet. In einem ersten Schritt übernahm Immofinanz 26 Prozent an CA Immo vom russischen Investor Boris Mints. Über die weiteren Details soll in den nächsten Monaten verhandelt werden. Immofinanz will auch noch ihr problembehaftetes Russland-Portfolio abstoßen.

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Die österreichische Immofinanz will den Wettbewerber CA Immo übernehmen und einen milliardenschweren Konzern schmieden. Zuvor muss Immofinanz noch einen Käufer für sein Russland-Portfolio finden.

Der Finanzchef der CA Immo betonte, sein Haus müsse den Zusammenschluss mit Immofinanz nicht um jeden Preis haben. CA Immo sei stark genug, um auch alleine zu bestehen, sagte Florian Nowotny. Das letzte Wort haben ohnehin die Aktionäre, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017.

Im Tagesgeschäft läuft es für CA Immo gut: In den ersten sechs Monaten stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 22 Prozent auf 61,4 Millionen Euro, wie der Konzern bereits am Vorabend mitgeteilt hatte. Das operative Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO), das bei Immobilienunternehmen maßgeblich für die Dividende ist, stieg auf 43,8 (Vorjahr: 37,7) Millionen Euro. Im Gesamtjahr wird weiterhin ein Plus von zehn Prozent angepeilt. Was CA Immo zuletzt half: Der Konzern konnte sein Portfolio höher bewerten, was vor allem dem Immobilienboom in Deutschland zu verdanken ist. Außerdem stiegen die Mieteinnahmen.

Von

rtr

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