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23.01.2009

11:02 Uhr

Wolfgang Schaupensteiner

Deutsche Bahn: Vom Jäger zum Gejagten

VonSonia Shinde

Der ehemalige Staatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner kümmert sich bei der Deutschen Bahn um die Spitzelaffäre. Seine Kompetenz ist unbestritten, aber in der Anwaltsszene gibt es auch harsche Kritik am einst mächtigen Behörden-Insider.

FRANKFURT.Eigentlich mag Wolfgang Schaupensteiner die Medien. Nur im Moment ist er schwer zu erreichen und will sich nicht zu den Vorwürfen äußern, dass Mitarbeiter der Deutschen Bahn bespitzelt worden seien. Vielleicht liegt es daran, dass der Compliance-Chef derzeit eine ungewöhnliche Rolle übernehmen muss: Sonst ist er Jäger, jetzt aber der Gejagte. Aus der Ruhe bringt ihn das nicht „Das ist doch der dritte Aufguss desselben Tees“, sagt er zu den Vorwürfen der illegalen Datenbeschaffung. Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen von Mitarbeitern habe man überprüfen lassen, um sie mit denen von Lieferanten abzugleichen – und dies alles, um Korruption im Konzern zu entdecken.

Und da hat er noch nie klein beigegeben: „Einmal Jäger, immer Jäger“, sagt er selber über sich. Und er jagt am liebsten allein – auch wenn er andere damit verprellt. Ein Rädchen im Getriebe will er nicht sein, lieber einer, der selber ein Rad dreht – auch gegen Widerstände. Beliebt macht ihn das nicht, aber der 60-Jährige hat sich längst daran gewöhnt.

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