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04.01.2013

09:53 Uhr

Zahnimplantate-Hersteller

Straumann wechselt Konzernchef aus

Im Verwaltungsrat von Straumann wurde der Ruf nach spezifischen Führungsqualitäten und neuen Impulsen an der Konzernspitze laut. Nun wechselt der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller tatsächlich seinen Chef aus.

Einsetzen eines Zahnimplantates: Der Hersteller Straumann wechselt seinen Chef aus. dpa

Einsetzen eines Zahnimplantates: Der Hersteller Straumann wechselt seinen Chef aus.

ZürichDer Schweizer Zahnimplantate-Hersteller Straumann wechselt den Konzernchef aus. Marco Gadola übernehme spätestens im April die Position des CEO, teilte der Weltmarktführer am Freitag mit. Er folgt Beat Spalinger nach, der nach fast drei Jahren an der Spitze der Geschäftsleitung das Basler Unternehmen verlässt. Der Verwaltungsrat sei zum Schluss gekommen, dass es an der Spitze des Unternehmens spezifische Führungsqualitäten und neue Impulse brauche, erklärte Präsident Gilbert Achermann, der das Unternehmen vorübergehend auch operativ führen wird. Die Ertrags- und Rentabilitätsziele seien angesichts der Marktentwicklung eine große Herausforderung.

Die einst erfolgsverwöhnte Zahnimplantate-Branche steckt in der Krise. Die Wachstumsraten und Margen sind angesichts der Wirtschaftskrise und zunehmender Konkurrenz durch Billiganbieter eingebrochen. Schlimmer als Straumann hat es Nobel Biocare erwischt. Bei der Nummer zwei der Branche versucht mit Richard Laube der dritte Konzernchef seit 2007, das Unternehmen auf Kurs zu bringen.

Gadola kehrt nach vier Jahren bei Panalpina zu Straumann zurück. Bei dem Logistikkonzern leitete der 49-jährige Schweizer zuletzt das Geschäft in der Region Asien-Pazifik. Davor war er bereits Finanzchef bei Straumann.

Straumann rechnet 2012 in einem bestenfalls stabilen Markt mit einem Umsatz in der Größenordnung der im Jahr davor erzielten 694 Millionen Franken (574 Millionen Euro). Unter Ausschluss von Restrukturierungskosten soll die Betriebsgewinnmarge etwa die im ersten Halbjahr ausgewiesenen 14,7 Prozent erreichen. Angesichts sinkender Margen streicht Straumann weltweit rund 150 der insgesamt 2575 Stellen und will bis 2014 den Betriebsgewinn um 35 bis 40 Millionen Franken verbessern.

Von

rtr

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