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05.01.2005

14:16 Uhr

Ziele nicht erreicht

Nordamerika-Chef von Mitsubishi tritt zurück

Der Nordamerika-Chef des angeschlagenen japanischen Autoherstellers Mitsubishi Motors hat nach nur 15 Monaten im Amt gekündigt.

HB DETROIT. Der seit September 2003 amtierende Finbarr O'Neill werde das Unternehmen verlassen und zu Reynolds & Reynolds wechseln, einem Hersteller von Software und Dienstleistungen für Autohändler, teilte Mitsubishi am Dienstagabend mit. O'Neill war von Hyundai zu Mitsubishi gewechselt, nachdem er die Koreaner zu einem ernsthaften Konkurrenten der US-Konzerne auf deren heimischem Markt gemacht hatte. O'Neill nannte persönliche Motive für die Kündigung, Mitsubishi sei auf dem richtigen Weg. Sein Nachfolger wird der bisherige Mitsubishi-US-Produktionschef Rich Gilligan.

O'Neill hatte vergeblich versucht, die Verkaufszahlen von Mitsubishi in Nordamerika wieder zu steigern. Im Dezember waren sie in den USA um 41,5 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken. Die früheren Verkaufserfolge des japanischen Herstellers fußten auf einer lockeren Kreditvergabe an zumeist junge Kunden, von denen aber viele ihre Verpflichtungen nicht erfüllen konnten. Nach der Änderung der Kreditpraxis war der Absatz eingebrochen. Zudem leidet Mitsubishi auch in den USA unter den Auswirkungen eines Skandals um vertuschte Rückrufe.

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