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17.01.2010

09:00 Uhr

Zielgruppe der Zukunft

Azubis mit Karriere-Websites locken

VonWolfgang Jäger, Christian Meser

Karriere-Websites gehören heute zu den wichtigsten Personalmarketing-Instrumenten. Doch wie gut sind die Online-Auftritte, die sich an Schüler und potenzielle Auszubildende richten? Die Zielgruppe also, die schon bald hart umkämpft sein wird. Eine Studie zeigt die Top 30.

Hat die beste Karriere-Website für Schüler: die Deutsche Telekom. ap

Hat die beste Karriere-Website für Schüler: die Deutsche Telekom.

DÜSSELDORF. Die unlängst von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen sollten Warnung genug sein. Demnach gab es auf dem deutschen Ausbildungsmarkt im vergangenen Jahr einen Bewerberrückgang von 14 Prozent.

Ein Blick in die Zukunft verheißt ebenfalls nichts Gutes. Bedingt durch den demografischen Wandel werden die Schulabgängerzahlen kontinuierlich sinken, der Wettbewerb um geeignete Azubis wird zwangsläufig größer werden. Unternehmen tun daher gut daran, bereits heute Maßnahmen im Rahmen eines Azubi-Marketings einzuleiten.

Unternehmen müssen Karriere-Auftritte im Internet verbessern

In diesem Zusammenhang spielt der unternehmenseigene Karriere-Auftritt im Internet eine zentrale Rolle. Und hier zeigt sich: Es gibt noch erheblichen Verbesserungsbedarf, was das unternehmensspezifische Informationsangebot im World Wide Web für Schüler und angehende Auszubildende betrifft.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, bei der die HR-Websites der größten und bei Schülern beliebtesten deutschen Arbeitgeber bewertet wurden. Zwischen Mai und Juli 2009 nahm ein fünfköpfiges Studententeam des Studiengangs Media Management der Hochschule RheinMain in Wiesbaden insgesamt 108 Internet- Auftritte unter die Lupe. Dabei wurden die Seiten anhand vordefinierter Kriterien mit einer imaginären, optimalen Website verglichen.

Im Gegensatz zu den Jahren 2000 bis 2008, in denen bereits sechs Mal die Karriere-Websites deutscher Arbeitgeber untersucht wurden, lag der Fokus erstmals speziell auf dem Angebot für die Zielgruppe "Schüler als potenzielle Auszubildende". Die Kriterien wurden in fünf Bereiche unterteilt, die unterschiedlich gewichtet wurden. Die höchste Gewichtung hatte mit 40 Prozent der Bereich Information. Hier wurde beispielsweise untersucht, ob die möglichen Ausbildungsberufe ausreichend beschrieben werden, ob es Hinweise zum Bewerbungsprozess gibt oder ob die angebotenen Inhalte aktuell sind. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung kamen in die Bewertung, zudem konnte mit Angeboten zur Wohnungsvermittlung oder Tipps zur Freizeitgestaltung gepunktet werden.

Kommentare (1)

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M.E.Gustav

17.01.2010, 19:47 Uhr




betrachtet man nun die Gegenseite, die der Schüler und Auszubildenden, gibt es genug berichte über sog. „Partyfotos“, die eventuelle Arbeitgeber natürlich abschrecken. Es wird auf der anderen Seite aber auch gefordert, dass man sich heute in sozialen Netzwerken (möglichst positiv) darstellen sollte. Was ist nötig und was sollte man beachten, auch im bezug auf Privatsphäre oder Datenschutz?

ich bin dankbar für Hinweise oder Verweise/ Links.



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