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02.02.2004

18:41 Uhr

Zimmermann will DIW internationalisieren

Zimmermann bleibt bis 2009 DIW-Chef

Ein Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit hat DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann nach Informationen des Handelsblatts seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert. Der 51-jährige Ökonom bleibt damit bis Ende 2009 an der Spitze des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), berichtet das Handelsblatt in seiner Dienstagausgabe.

DÜSSELDEOR. Damit bleibt dem Institut die schwierige Suche nach einem neuen Präsidenten erspart. Für andere Wirtschaftsforschungsinstitute hat sich die Besetzung der Führungsposition als problematisch erwiesen. So ist beim Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Chefposten seit rund einem Jahr vakant, drei renommierte Volkswirte erteilten dem Institut Absagen. Derzeit wird in Kiel hinter den Kulissen mit mehreren Bewerbern verhandelt - in den nächsten Wochen will das IfW einen Nachfolger präsentieren. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle sucht ebenfalls einen neuen Chef und verhandelt derzeit mit dem Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen.

Für das DIW kommt Zimmermanns Vertragsverlängerung zu einem wichtigen Zeitpunkt: Das Institut wird im Oktober es von der Leibniz-Gesellschaft evaluiert. Das Urteil entscheidet über die Höhe der staatlichen Förderung. Zimmermanns Entscheidung sei gerade für die Evaluierung des Instituts "von entscheidender Bedeutung", betont Günter Stock, Chef des DIW-Kuratoriums. "Die überaus positive Entwicklung des DIW der vergangenen vier Jahre kann unter seiner Präsidentschaft fortgesetzt werden."

Seit seinem Amtsantritt Anfang 2000 hat Zimmermann das DIW enger mit der Hochschulforschung verzahnt - fast alle Abteilungsleiter verfügen inzwischen über eine Professur an einer Universität. Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen hat sich seit 2000 verdoppelt, auf wissenschaftlichen Konferenzen ist das Institut stärker präsent. In Zukunft will der 51-Jährige das Institut noch enger an die Hochschulforschung anbinden und es stärker internationalisieren. Sein ehrgeiziges Ziel: "Das DIW soll zu einem pulsierenden Forschungszentrum werden, das auch in Brüssel und Washington Gehör findet."

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