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16.12.2013

20:11 Uhr

Zurich-Finanzchef

Wauthier-Nachfolger wechselt vom Konkurrenten

Nach dem Suizid von Pierre Wauthier war der Posten des Zurich-Finanzchefs unbesetzt. Nun ist der Versicherer ausgerechnet bei Swiss Re fündig geworden. Auf George Quinn muss Zurich allerdings noch ein paar Monate warten.

George Quinn wechselt vom Rückversicherer Swiss Re zur Zurich Insurance Group. Reuters

George Quinn wechselt vom Rückversicherer Swiss Re zur Zurich Insurance Group.

ZürichVier Monate nach dem Suizid seines Finanzchefs hat der Schweizer Versicherer Zurich einen Nachfolger gefunden. George Quinn, bislang in selber Funktion beim Nachbarn Swiss Re, soll den Posten im Mai übernehmen, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Er tritt die Nachfolge von Pierre Wauthier an. Dessen Suizid im August und der anschließende Rücktritt von Präsident Josef Ackermann hatten Zurich erschüttert.

Wauthier hatte in einem Abschiedsbrief dem ehemaligen Deutsche Bank-Chef Ackermann vorgeworfen, ihn unter Druck gesetzt zu haben. Ackermann wies ein Mitverantwortung für Wauthiers Tod von sich. Entlastet wurde er von einer Untersuchung, die die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA angeordnet hatte.

Der Firmensitz von Quinns neuem Arbeitgeber ist nur wenige Schritte entfernt von seinem bisherigen Arbeitsort am noblen Zürichseeufer. „Ein Wechsel nach so langer Zeit ist vermutlich immer mit etwas gemischten Gefühlen verbunden, insbesondere da ich äußerst gerne bei der Swiss Re gearbeitet habe“, erklärte Quinn. Der 47-jährige Brite arbeitet seit 1999 für Swiss Re und ist seit 2007 Finanzchef des zweitgrößten Rückversicherers. Er prägte unter anderem die Neuordnung des Konzerns entscheidend mit.

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Einem Untersuchungsbericht zufolge wurde der Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier nicht unter übertriebenen Druck gesetzt. Er selbst machte dem damaligen Konzernchef Ackermann in seinem Abschiedsbrief schwere Vorwürfe.

„Der Verwaltungsrat bedauert George Quinns Entscheid sehr, Swiss Re nach 14 erfolgreichen Jahren zu verlasse“", erklärte Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz. Quinn werde noch die Jahresbilanz von Swiss Re 2013 abschließen, sagte ein Sprecher des Konzerns.

Zurich-Chef Martin Senn erklärte: „Mit seinem Erfolgsausweis als Chief Financial Officer ist George bestens positioniert, einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele zu leisten und zu helfen, das Unternehmen einen wesentlichen Schritt voranzubringen.“ Der Konzern hatte wegen des niedrigen Zinsniveaus sein Renditeziel zurückgeschraubt. Den Aktionären versprach Senn allerdings, weiterhin attraktive Dividenden zu zahlen.

Von

rtr

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