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23.01.2007

13:40 Uhr

Zwangsversteigerungen

Weniger Häuser unterm Hammer

Bei deutschen Amtsgerichten sind 2006 erstmals seit Jahren wieder weniger Termine für Immobilien- Zwangsversteigerungen anberaumt worden. 91 036 Termine bedeuteten einen Rückgang von rund 1,7 Prozent zum Vorjahr, teilte der Ratinger Fachverlag Argetra am Dienstag mit.

HB HAMBURG/RATINGEN. Er veröffentlicht monatlich einen Versteigerungskalender. 2005 war mit 92 577 Terminen ein Rekordwert ermittelt worden, 2002 lag das Niveau noch unter 88 000.

Bei rund 70 Prozent der Termine kamen 2006 Immobilien erstmals unter den Hammer, bei den übrigen handelte es sich um Folgetermine. Auch im laufenden Jahr sei mit einem leichten Rückgang zu rechnen, hieß es. Die Summe der Verkehrswerte verringerte sich 2006 um rund 5,0 Prozent auf 17,41 Mrd. Euro. Bei fast zwei Dritteln der Termine werden für Eigentumswohnungen oder Ein- bis Zwei- Familienhäuser Käufer gesucht.

In den ostdeutschen Bundesländern waren die Zwangsversteigerungen von Brandenburg bis Thüringen rückläufig. So war in Sachsen und Thüringen mit zusammen 18 058 Terminen die stärkste Abnahme mit 7,4 Prozent zu verzeichnen. Im Osten sei eine Marktbereinigung erfolgt, was aber nicht bedeute, dass alle Objekte einen neuen Eigner gefunden hätten, teilte der Verlag mit. Unveräußerliche Immobilien seien aus den Verfahren genommen worden. Zudem gebe es weniger Not leidende Objekte im Markt, hieß es.

Uneinheitlich verlief die Entwicklung in den alten Bundesländern. Für Schleswig-Holstein/Hamburg (minus 6,1 Prozent) und Baden- Württemberg (minus 2,2 Prozent) verzeichnete der Verlag weniger Termine als noch im Vorjahr. In den anderen Bundesländern gab es Zuwächse von 1,2 Prozent in Nordrhein-Westfalen bis 1,9 Prozent in Hessen. Lediglich in Rheinland-Pfalz und im Saarland legten die Termine um mehr als zehn Prozent zu. Das Bild in den alten und neuen Ländern werde weiterhin sehr unterschiedlich sein, teilte Argetra mit. Ob es zu Zu- oder Abnahmen kommt, hänge auch von der konjunkturellen Entwicklung ab.

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