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06.01.2012

13:05 Uhr

Zweite Reihe stärker

Dax-Konzerne haben in Asien Nachholbedarf

VonUlf Sommer

Still aber stetig steigern deutsche Unternehmen ihre Umsätze in Asien. Doch eine Handelsblatt-Analyse zeigt: Gerade Dax-Konzerne haben noch Nachholbedarf. Die zweite Reihe der Deutschland AG dagegen zeigt, wie es geht.

Der Dax-Konzern Volkswagen schneidet mit Marken wie Audi beim Asien-Umsatz noch vergleichsweise gut ab. Andere Dax-Größen müssen Rückstände aufholen. dpa

Der Dax-Konzern Volkswagen schneidet mit Marken wie Audi beim Asien-Umsatz noch vergleichsweise gut ab. Andere Dax-Größen müssen Rückstände aufholen.

DüsseldorfChina und die Schwellenländer gelten in der deutschen Wirtschaft als die wichtigsten Märkte der Zukunft. „Hier haben wir gewaltige Möglichkeiten“, sagt der Chef des Henkel-Konzerns, Kasper Rorsted.

Der Topmanager hat das Potenzial erkannt. Doch hat er auch schon genug getan, es zu heben? Nur 14,5 Prozent des Gesamtumsatzes von 7,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 erwirtschaftete der Markenartikler in Asien.

So wie bei Henkel gibt es bei den meisten der 30 Dax-Konzerne noch Luft nach oben. Sie haben zwar seit 2006 ihre Umsätze in Asien nach Berechnungen des Handelsblatts um 90 Prozent auf durchschnittlich 15 Prozent der Gesamterlöse erhöht. Doch das ist wenig im Vergleich zur zweiten Reihe der Konzerne. So kommt etwa Aixtron, der Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie, in den Schwellenländern auf einen Umsatzanteil von 90 Prozent.

Den Nachholbedarf der Dax-Konzerne illustrieren zum Beispiel die 14 Prozent Asien-Umsatzanteil der Post oder der Lufthansa. Diese Größenordnung entspricht nicht einmal dem Anteil der deutschen Exporte nach Asien, der im ersten Halbjahr 2011 bei 16,2 Prozent lag. Noch viel schlechter schneiden der Gesundheitskonzern Fresenius und der Handelsriese Metro ab, die nur 9,4 beziehungsweise 5,8 Prozent ihrer Erlöse in Asien erzielen. Ausnahmen sind der Asien-Pionier Siemens mit einem Umsatzanteil von inzwischen 19 Prozent und VW. Die Wolfsburger verkauften in diesem Jahr mehr als ein Viertel ihrer Autos in China.

Kommentare (8)

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chinakenner

06.01.2012, 13:17 Uhr

ein sehr schlechter Artikel: hier werden alle Unternehmen in einen Topf geworfen. Sollte jedoch jedem klar sein, dass es kein Patentrezept gibt für jedes Unternehmen, denn jedes Unternehmen/Produkt trifft auch auf einen anderen Markt. Also wirklich ein ganz schwacher Artikel...

Pro-D

06.01.2012, 13:31 Uhr

Schon daran, wie die Aisaten mit Ihrer Jugend umgehen und wie sie Hochhäuser bauen, erkennt man, dass ihnen die Zukunft gehört.

Die Achse (D--RUS--CN) nimmt immer mehr Gestalt an

Tr1ple

06.01.2012, 13:48 Uhr

Wer will sich denn heute noch Listen lassen? Nach IFRS muss man jede Kleinigkeit oeffentlich machen und dann kostet der ganze Boersenkram viel zu viel Geld. Deutschland finanziert sich durch Banken und nicht durch laestige Shareholder!

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