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09.08.2011

14:31 Uhr

Zweite Runde für Wrabetz

ORF-Intendant wiedergewählt

Der den österreichischen Sozialdemokraten nahestehende ORF-Chef Alexander Wrabetz bleibt weitere 5 Jahre an der Spitze des Senders.

ORF-Direktor Alexander Wrabetz. Quelle: Reuters

ORF-Direktor Alexander Wrabetz.

WienAlexander Wrabetz bleibt Intendant des ORF. Mit großer Mehrheit ist der 51-Jährige am Dienstag vom Stiftungsrat (Aufsichtsrat) von Österreichs öffentlich-rechtlichem Sender wiedergewählt worden. Das teilte ein ORF-Sprecher nach der Sitzung des Aufsichtsgremiums mit. Wrabetz, seit 2007 im Amt, wird damit weitere fünf Jahre an der Spitze des ORF stehen.

Der den österreichischen Sozialdemokraten nahestehende Wrabetz hatte keinen gefährlichen Gegenkandidaten zu fürchten. Prominente Medienmanager wie etwa der aus Österreich stammende RTL-Chef Gerhard Zeiler hatten im Vorfeld der Abstimmung abgewunken. Zeiler war wegen des starken Einflusses der Politik abgesprungen. Er hatte kritisiert, dass die beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP bei wesentlichen Entscheidungen des Senders praktisch immer mitbestimmen.

Wrabetz ist bereits im ersten Wahlgang mit einer ausreichenden Zahl von Stimmen gewählt worden. Bei seiner ersten Wahl vor fünf Jahren brauchte er noch mehrere Wahlgänge. Die sozialdemokratischen Vertreter im ORF-Stiftungsrat hatten bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie sich für Wrabetz aussprechen würden. Auch die Grünen votierten für den Amtsinhaber. In der Geschichte des ORF ist Wrabetz erst der zweite Intendant, der eine Wiederwahl geschafft hat. Wegen des unbestritten starken Einflusses der Politik werden die Chefs von Österreichs öffentlich-rechtlichem Sender häufiger ausgetauscht.

Kritiker hatten Wrabetz im Vorfeld vorgehalten, dass er zu häufig auf die Wünsche der Sozialdemokraten Rücksicht nehme. Vor zwei Jahren wollte der SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann den amtierenden ORF-Intendanten noch abwählen lassen, inzwischen hat sich Österreichs Regierungschef jedoch mit Wrabetz abgefunden.

Von

zel

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