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08.01.2001

12:24 Uhr

ap HAMBURG. Beim bisher größten Test von Firmen-Internetauftritten zum Thema Kundenservice sind 35 % der Unternehmen glatt durchgefallen. "Diese 35 % bieten schlechten oder sehr schlechten Service", sagte Wilhelm Alms, Vorstandschef der Unternehmensberatung Mummert und Partner, am Montag in Hamburg. Nur zwölf von 202 von Mummert durchleuchteten Firmen aus vier europäischen Ländern bekamen ein "sehr gut" verliehen.

Die besten Auftritte hatten den Angaben zufolge die Neckarwerke Stuttgart, die Credit Suisse Group und die National Westminster Bank aus England.

Die Unternehmensberater prüften zusammen mit der Fachhochschule Münster sowohl technische als auch inhaltliche Fragen: Wie schnell bauen sich die Seiten auf, wie übersichtlich ist die Site, gibt es eine Suchmaschine, wie sieht es mit direkten Kontaktmöglichkeiten aus und mehr. Die Ergebnisse waren oft eine Katastrophe: Nur etwa die Hälfte der Firmen nennt im Internet Preise, zwei Drittel haben keine Übersicht über die gesamte Site, die so genannte Sitemap, nur jede achte Firma nennt eine Kontaktadresse.

Test nur auf Dienstleistungsbranche beschränkt

Bei dem Test, der sich nur auf Dienstleistungsbranchen beschränkte, kam heraus: Die Banken kommen im Großen und Ganzen gut mit dem Internetkontakt zum Kunden zurecht, aber bei den Versicherungen sieht es düster aus. "Diese Branche muss schnell lernen", sagte Alms. Die Assekuranz sei noch zu sehr auf den Außendienst fixiert, während Banken schon lange etwa über BTX oder Geldautomaten elektronischen Kundenkontakt haben.

Die beste Bank war die Credit Suisse vor der deutschen Hypo- und Vereinsbank und der schweizerischen UBS . Bei den Versicherungen lag Gerling an der ersten Stelle vor Ergo und der Axa Colonia. Bei den Telekommunikationsfirmen lag die Telekom vorne, bei den Versorgern die Neckarwerke Stuttgart. Mummert prüfte auch staatliche Einrichtungen. Dabei landete der Netzauftritt der österreichischen Stadt Linz vor der deutschen Bundesregierung.



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