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16.06.2000

11:52 Uhr

Unternehmensleitung und Betriebsrat schlossen Rahmenvereinbarung

Nach der Einigung bei Opel läuft die Produktion wieder an

Das Zusammengehen von GM mit Fiat soll für die Beschäftigten in Bochum nicht mit Kündigungen verbunden sein. Die Tarifverträge bleiben in Kraft.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Die Produktionsbänder in den Bochumer Opel-Werken sind nach einer Einigung zwischen Betriebsrat und Werksleitung wieder angelaufen. Nach zweitägigem Stillstand lief die Autoherstellung am Freitag in dem Werk mit 13.500 Beschäftigten wieder an. Ein Unternehmenssprecher sagte sogar, die Produktion laufe auf Hochtouren. Am späten Donnerstagabend hatten sich Unternehmensleitung und Betriebsrat über eine Rahmenvereinbarung zum beabsichtigten Zusammengehen des Automobilkonzerns mit dem italienischen Autohersteller Fiat geeinigt. Danach soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, die Tarifverträge bleiben erhalten.

Auch andere Opel-Werke mussten Produktion drosseln

Wegen ausbleibender Lieferungen aus dem Ruhrgebiet fielen die Frühschichten der Opel-Werke in Eisenach und Antwerpen am Freitag zunächst jedoch aus. Nach dem Eintreffen der Lieferungen aus dem Ruhrgebiet soll die Produktion aber auch dort wieder anlaufen. Auch im Opel-Werk in Rüsselsheim war die Produktion durch die Arbeitsniederlegungen in Bochum ins Stocken geraten.

"Wir haben unsere maßgeblichen Ziele erreicht", sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Peter Jaszczyk nach der Einigung. Nach der Rahmenvereinbarung sollen alle Mitarbeiter, die in die geplanten neuen Gesellschaften wechseln, so behandelt werden, "als wären sie weiterhin bei der Adam Opel AG beschäftigt", teilte das Unternehmen in Rüsselsheim mit. Dies gelte zum Beispiel für Löhne und Gehälter, die betriebliche Altersversorgung und Sozialleistungen.

"Alle laufenden Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen behalten ihre Gültigkeit. Es gibt eine unbefristete Garantie für Löhne und Gehälter", sagte Jaszczyk. "Die Besitzstandsregelungen bleiben unangetastet", sagte Opel-Sprecher Bruno Seifert. Sorgen um ihre Arbeitsplätze bräuchten sich die Beschäftigten nicht machen. Betriebsbedingte Kündigungen werde es im Zusammenhang mit der Allianz mit Fiat nicht geben.

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