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04.02.2001

12:24 Uhr

Unternehmenswert höher als LSE

Aktie der Deutschen Börse kostet 335 Euro

Die Aktien der Deutsche Börse AG werden zu 335 ? je Papier und damit am oberen Ende der Preisspanne an den Markt gebracht. Die Emission sei 23-Fach überzeichnet gewesen, teile die Deutsche Börse AG in Frankfurt mit.

Quelle: Handelsblatt

rtr FRANKFURT. Inklusive einer Mehrzuteilungsreserve ("Greenshoe") von 390 000 Aktien und weiteren 264 151 Papieren aus dem Besitz von Altaktionären würden bis zu 3,2 Mill. Stücke verkauft. Dies entspreche einem Emissionsvolumen von rund 1,1 Mrd. ?, von denen der Deutschen Börse etwa 980 Mill. ? als Erlös zuflössen. Nach dem Verkauf der Papiere würden rund 27 % des Unternehmens in den Händen der neuen Aktionäre liegen, hieß es. Der Löwenanteil der Emission soll den Angaben nach an institutionelle Investoren vergeben werden.

Höherer Unternehmenswert als die London Stock Exchange



Auf Basis des Ausgabepreises und der maximalen Emissionsmenge werde die Deutsche Börse mit 3,4 Mrd. ? bewertet, hieß es weiter. Dieser Wert liegt deutlich über dem anderer gelisteter Finanzplätze wie der London Stock Exchange (LSE) oder des Schwedischen Finanzmarktbetreibers OM Gruppen, die jeweils rund eine beziehungsweise zwei Mrd. ? auf die Waage bringen. In den Emissions-Studien verschiedener Konsortialbanken und auch des Global Koordinators Deutsche Bank war die Gesellschaft in der Spitze mit 3,9 Mrd. ? und im Schnitt mit rund 3,6 Mrd. ? bewertet worden.

Aus Bankenkreisen hieß es am Wochenende, dass die federführenden Geldhäuser in Erwägung gezogen hätten, die Aktie der Börse nicht am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne, sondern etwa bei 320 ? zuzuteilen. Die Deutsche Börse habe jedoch den maximal möglichen Preis favorisiert, hieß es in den Kreisen.

Die Höhe der Überzeichnung und der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisfindungsspanne von 285 bis 335 ? waren bereits erwartet worden. Den Angaben der Börse zufolge wurden mehr als 72 Mill. Aktien geordert. Davon seien rund 77 % auf internationale institutionelle Investoren vor allem aus Großbritannien, Italien, der Schweiz, Spanien und den USA entfallen, hieß es. Deutsche Institutionelle hätten rund 17 %, und Privatinvestoren rund sechs Prozent der Gesamtnachfrage ausgemacht. Abzüglich knapp 420 000 Stücken, die von Altaktionären im Rahmen ihres Bezugsrechtes erworben würden, und 27 741 für Mitarbeiter vorgesehener Aktien würden rund 2,75 Mill. Papiere am Markt platziert. 80 % davon gingen an institutionelle Investoren, der Rest werde Privatanlegern zugeteilt, teilte die Börse weiter mit.

Order unter fünf Stücken bleiben unberücksichtigt



Die Deutsche Börse teilte auch den Verteilungsschlüssel für Kleinaktionäre mit. Demnach erhalten Privatanleger, die fünf bis 39 Aktien gezeichnet haben, drei Papiere. Orders von weniger als fünf Stücken blieben unberücksichtigt. Ab einer Zeichnung von 40 Aktien würden zehn Prozent zugeteilt. 641 der 963 zeichnungsberechtigten Mitarbeiter der Deutschen Börse hätten Papiere des eigenen Arbeitgebers für insgesamt 9,3 Mill. ? gezeichnet, die voll zugeteilt würden, hieß es weiter. Knapp zehn Prozent davon entfielen auf Vorstandsmitglieder. Den ersten Preis für ihre Aktie erwartet die Deutsche Börse am Montagmorgen ab etwa 9.30 Uhr.

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