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31.07.2000

14:54 Uhr

dpa-afx MÜNCHEN - ProSieben und SAT.1 rechnen bei ihrem Zusammenschluss zum größten deutschen TV-Konzern nicht mit größeren Fusionsproblemen. Auf Grund der "unternehmerischen Gemeinsamkeiten" seien gute Voraussetzungen für eine "nahtlose Integration" gegeben, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Informationsbroschüre zur Verschmelzung. SAT.1 solle als Sender, Marke und Unternehmen erhalten bleiben. Die Integration solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Das Wertverhältnis des neuen Konzerns sei mit 71,98 % für die ProSieben-Gruppe zu 28,02 % für SAT.1 ermittelt worden, hieß es in dem Bericht. Hauptgesellschafter der neuen ProSiebenSAT.1 Media AG sei die KirchMedia. Sie werde 88,52 der Stammaktien und 16,52 % der Vorzugsaktien halten. Der Axel Springer Verlag bekommt für seine SAT.1-Beteiligung 11,48 % der Stamm- und Vorzugsaktien der neuen Holding.

Das Vorzugskapital der neuen Holding wird sich zu 72 % im Streubesitz befinden. Die Vorzugsaktien der ProSieben Media AG werden dabei im Verhältnis eins zu vier in Vorzugsaktien der ProSiebenSAT.1 Media AG umgetauscht. Der Rewe-Konzern, bisher zweiter Großaktionär bei ProSieben, wird dem Gesellschafterkreis des neuen TV-Konzerns nicht mehr angehören. Das Unternehmen bringt seine ProSieben-Aktien in die KirchMedia ein, und bekommt dafür eine Beteiligung an dieser Gesellschaft von sechs Prozent.

ProSieben mit seinen Sendern ProSieben, Kabel 1 und N24 und SAT.1 hatten Ende Juni ihren Zusammenschluss bekannt gegeben. Die Aktionäre von ProSieben sollen dem Projekt Ende August auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zustimmen. Der neue Konzern kam 1999 auf einen addierten Umsatz von rund zwei Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 200 Mill. Euro. Das Unternehmen beschäftigt 3.000 Mitarbeiter.

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