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02.01.2002

11:12 Uhr

Unterschiedliche Reaktion der Konkurrenten

Aldi löst neuen Preiskampf aus

Aldi hat eine neue Runde im Preiskampf im deutschen Einzelhandel ausgelöst. Wie angekündigt senkte der Marktführer unter Deutschlands Discountern mit der Euro-Umstellung am Mittwoch die Preise für sämtliche angebotenen Artikel - mit Ausnahme von Zigaretten und Tabakwaren - um durchschnittlich zwei bis drei Prozent. Die Konkurrenz reagierte unterschiedlich.

ap MÜLHEIM/ESSEN. In doppelseitigen Zeitungsanzeigen warb der Mülheimer Discounter mit der "Größten Aldi-Preissenkung aller Zeiten". Konsequent senkte der Marktführer dabei alle "ungeraden" Euro-Preise auf den nächsten optisch attraktiven "Schwellenpreis" ab. So gilt für für Tiefkühlkostartikel, die bisher 6,59 Mark oder umgerechnet 3,369 Euro kosteten, ein neuer Preis von 3,29 Euro. Ein Liter frische Vollmilch kostet statt 61 Cent nun 59 Cent.

«Das ist das Einläuten einer neuen Preisrunde», urteilte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittel-Einzelhandels, Gerd Härig. Nun werde es vom Verhalten der Konkurrenten abhängen, ob es wieder zu einem so erbitterten Preiskampf komme wie zuletzt vor zwei Jahren.

Tatsächlich folgten bereits am Mittwoch die ersten Konkurrenten dem Beispiel des Marktführers. Der Lebensmittel-Discounter Norma orientierte sich dabei sichtbar am Aldi-Vorbild und warb ebenfalls mit "Preissenkungen auf die neuen Euro-Eckpreise". Der große Aldi-Konkurrent Lidl dagegen reagierte zunächst zurückhaltend und warb in großen Anzeigen unter dem Motto "Euro = jetzt noch billiger" lediglich mit einer Vielzahl von Preissenkungen. Eine Sprecherin des Neckarsulmer Unternehmens lehnte jedoch jede Stellungnahme ab, ob nach dem Aldi-Vorbild Preissenkungen auf alle Produkte geplant seien.

Europas drittgrößter Lebensmittelhändler Rewe gab sich gelassen. Rewe-Sprecher Wolfram Schmuck sagte: "Wir werden unsere Preise so gestalten, dass sie wettbewerbsfähig sind." Der zur Tengelmann-Gruppe gehörende Discounter Plus hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, in der ersten Januarwoche die Preise für rund 250 Artikel dauerhaft zu senken und keinen einzigen zu erhöhen.

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