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14.01.2001

14:25 Uhr

vwd/ap DORTMUND. Die erste deutsche Fußball-Aktie, das Papier der Borrussia Dortmund GmbH & CO KGaA, Dortmund, hat sich bisher relativ unabhängig von der sportlichen Leistung des Bundesligisten entwickelt. Zu diesem Ergebnis sind kommt eine Untersuchung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dortmund. Die Autoren Mirko Dahlke und Armin Rott, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik der Dortmunder Uni, haben die Entwicklung der Aktie seit ihrer Erstnotiz am 31. Oktober 2000 mit der sportlichen Entwicklung des Vereins verglichen.

Zwar erlaube der kurze Beobachtungszeitraum und die eingeschränkte Datenverfügbarkeit weder grundsätzliche Einschätzungen noch langfristige Prognosen. Doch eine detaillierte Analyse der Reaktionen des Aktienkurses auf die bisherigen Spielergebnisse zeige, dass der Aktienkurs bislang allenfalls kurzzeitig auf das sportliche Abschneiden der Mannschaft reagierte. Mittelfristig lasse sich zumindest für die Bundesliga kein eindeutiger Zusammenhang erkennen: "Gerade in den letzten Spielen der Hinrunde konnte der Verein seine sportliche Position deutlich verbessern, während sich der Aktienkurs im Vergleich zum Deutschen Aktienindex (Dax) verschlechterte", stellten die Autoren fest.

Borussia stand im Oktober auf dem sechsten Platz in der Bundesliga-Kickertabelle und im Dezember auf dem dritten. Dagegen verlor in diesem Zeitraum der Kurs der Aktie. Das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal und die damit verpasste Chance zur erlössteigernden Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb hingegen zeigte sich auch in der mittelfristigen Entwicklung des Aktienkurses. Die umstrittene Bekanntgabe der Erkrankung des Spielers Heiko Herrlich wiederum habe zwar am Tag der Veröffentlichung kurzzeitig für einen Kursverfall gesorgt. Doch am Ende dieses Tage habe der Aktienkurs sogar über dem Vortagsniveau gelegen.



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