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31.01.2003

10:00 Uhr

Unveränderte Dividende geplant

Henkel trotzt No-Name-Trend

Der Markenartikelhersteller Henkel hat 2002 nicht unter dem Trend zu billigen No-Name-Produkten gelitten und kräftig verdient.Trotz der Konjunkturflaute will der Konsumgüterkonzern auch 2003 weiter zulegen, wird nach seiner eigenen Prognose aber voraussichtlich weniger Erträge erzielen als noch 2002.

rtr/dpa DÜSSELDORF. "Die Henkel-Gruppe erwartet für das Jahr 2003 weiterhin ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld", teilte der durch Marken wie Persil und Loctite-Klebstoff bekannte Konzern am Freitag in Düsseldorf mit. Henkel plane für das laufende Jahr ein bereinigtes Umsatzwachstum von rund vier Prozent und eine Steigerung des betrieblichen Ergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich. 2002 hatte Henkel nach vorläufigen Zahlen bei einem Umsatz auf Basis der fortgeführten Geschäfte von 9,66 nach 9,4 Milliarden Euro den Betriebsgewinn (Ebit) noch um 10,6 Prozent auf 666 Millionen Euro gesteigert. Beim Betriebsgewinn übertraf Henkel damit die Erwartungen von Branchenkennern. Analysten hatten im Mittel erwartet, dass Henkel im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn (Ebit) von 658 (2001: 602) Millionen Euro bei einem Umsatz von 9,67 (9,4) Milliarden Euro erwirtschaftet.

Im vierten Quartal 2002 hatte Henkel bei einem um rund drei Prozent auf 2,38 Milliarden Euro gewachsenen Umsatz das Ebit um 13,9 Prozent auf 176 Millionen Euro gesteigert. Analysten waren im Schnitt von einem Ebit in Höhe von 168 Millionen Euro ausgegangen.

"Die Geschäftsführung wird eine unveränderte Dividende in Vorjahreshöhe vorschlagen", hieß es weiter. 2001 hatte Henkel je Stammaktie 1,06 Euro und je Vorzugsaktie 1,12 Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet.

Zu möglichen Zukäufen äußerte sich Henkel erneut nicht. Analysten hatten vermutet, dass Henkel den Kosmetikkonzern Wella in diesem Jahr übernehmen könnte. "In diesem Sektor wird sich 2003 etwas tun", hatte Sven Madsen, Finanzanalyst bei der ING BHF-Bank, gesagt. Im vergangenen Oktober hatte Reuters aus Branchenkreisen erfahren, dass Henkel wegen einer möglichen Übernahme im Volumen von bis zu 5,3 Milliarden Euro an Wella herangetreten sei. Der Traditionskonzern wird mehrheitlich von den Nachfahren der Familie Ströher kontrolliert, die über 78 Prozent der Stammaktien halten. Die Familie soll nach Angaben aus dem Unternehmen nahe stehenden Kreisen über einen Verkauf geteilter Ansicht sein.

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