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13.01.2003

18:10 Uhr

Unverbindliches Angebot abgegeben

Heitkamp will Züblin-Anteil übernehmen

Der Herner Baukonzern Heitkamp will einem Zeitungsbericht zufolge zusammen mit der Unternehmerfamilie Lenz den zum Verkauf stehenden Geschäftsanteil der Stuttgarter Ed. Züblin AG übernehmen, der derzeit von der Walter Bau AG gehalten wird. Walter Bau hält knapp 49 Prozent an Züblin, die baden-württembergische Familie Lenz 43 Prozent.

Reuters DÜSSELDORF. Heitkamp habe ein unverbindliches Angebot abgegeben, berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am Montag vorab aus ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf den Geschäftsführer der Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH), Gerhard Gördes. Bei Heitkamp war am Abend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

HDH ist die Dachgesellschaft von Heitkamp. Der Augsburger Baukonzern Walter Bau hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, sich von seinem 48-prozentigen Anteil an Züblin trennen zu wollen. Der Verkauf ist Teil eines Sanierungsprogramms, mit dem der Konzern seine jahrelange Verluststrähne beenden will.

Laut WAZ-Bericht hat das Bieterverfahren um den Züblin-Anteil begonnen. Neben Heitkamp hätten auch mehrere ausländische Firmen ein Angebot abgebeben. Die Familie Lenz wolle ihren Züblin-Anteil als Sacheinlage in HDH einbringen, berichtete die WAZ weiter. Geplant sei, dass die Familie Lenz dann an HDH in Rahmen eines gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmens zu 50 Prozent beteiligt sein werde. Die übrigen 50 Prozent blieben bei Heitkamp.

Sollte Heitkamp die Übernahme des von der Walter Bau gehaltenen Züblin-Anteils gelingen, entstünde damit ein Verbund mit 17 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro. Er würde zu den größten deutschen Baukonzernen aufsteigen.

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