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20.01.2003

15:13 Uhr

Unzureichende Gesetze

Rekordverluste Hollywoods durch Film-Raubkopien in Asien

Die Einnahmeverluste der US-Filmindustrie durch Raubkopien haben im vergangenen Jahr in Asien eine neue Rekordhöhe erreicht. Sie stiegen nach Angaben der Branchenvereinigung Motion Picture Association (MPA) um sechs Prozent auf 640 Millionen Dollar (rund 601 Millionen Euro).

Reuters BANGKOG. Asien sei ein Zentrum der Herstellung und weltweiten Verbreitung von Raubkopien, sagte der MPA-Vertreter für den asiatisch-pazifischen Raum, Michael Ellis, am Montag in Bangkok der Nachrichtenagentur Reuters. In den Fällen, an deren Aufklärung die MPA im Jahr 2001 beteiligt gewesen sei, seien 98 Prozent aller beschlagnahmten illegalen Filmkopien in Asien sicher gestellt worden. Allein in Thailand sei die Zahl der illegalen Kopierfabriken von rund 20 im Jahr 1999 auf 51 im vergangenen Jahr gestiegen.

Grund für diese Zunahme seien unzureichende Gesetze. Außerdem hätten die Raubkopierer keine Probleme, mit der raschen technischen Entwicklung Schritt zu halten. Die starke Nachfrage im bevölkerungsreichen China heize die Produktion illegaler Kopien an. Ellis forderte Thailand, Indonesien und die Philippinen auf, ihre Gesetzgebung zum Kampf gegen Raubkopien zu verschärfen. Die MPA vertritt unter anderen die Filmproduzenten Walt Disney, Sony, Warner Bros und Twentieth Century Fox.

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