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29.06.2000

15:52 Uhr

Herr Rohner, als bisheriger Pro-Sieben-Chef stehen Sie künftig auch an der Spitze der neuen Senderfamilie. Das erweckt den Eindruck, als hätte Pro Sieben Sat 1 einfach übernommen.

Der Eindruck ist falsch. Es geht um eine Verschmelzung und keine Übernahme. Das zeigt schon der Name, in dem sich beide Seiten wieder finden. Was das Umtauschverhältnis anbetrifft, handelt es sich eben um objektive Gegebenheiten. Das ist wirklich eine Liebesheirat.

Welcher Sender wird denn die Führung übernehmen?

Keiner. Jeder Sender-Chef muss das Gefühl haben, dass sein Sender führend ist.

Sie rechnen mit jährlichen Synergieeffekten von 200 Mill. DM. Viele Bereiche, etwa die bislang getrennten Vermarkter, werden zusammen gelegt. Müssen die Mitarbeiter jetzt um ihre Jobs fürchten?

Nein. Hier entsteht ein großes Unternehmen, und das braucht auch in der Vermarktung viele Leute. Antrieb für die Senderfamilie war nie ein Personalabbau.

Sie haben jetzt vier Sender unter einem Dach. Wo geht die gemeinsame Reise hin?

In den nächsten zwölf Monaten müssen wir die Sender zusammen führen. Neue Sender sind deshalb kein Thema. Bei der Positionierung der Familienmitglieder wird es keine großen Änderungen geben. Natürlich werden wir vermeiden, dass Sat 1 und Pro 7 mit den Programmen direkt gegeneinander antreten. Die Vermarkter werden sehr schnell juristisch zusammen gelegt, die operative gemeinsame Arbeit wird wohl etwas länger dauern.

In ihrer Familie fehlt der Sportsender DSF.

Bei den Verhandlungen zur Bildung unserer Senderfamilie war DSF kein Thema.



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