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20.01.2003

17:53 Uhr

Ursache des Absturzes noch unbekannt

Rettungshubschrauber stürzt in Kanal

Ein ADAC-Rettungshubschrauber ist am Montagmittag nach Polizeiangaben in der Nähe der niedersächsischen Stadt Uelzen in den Elbe-Seitenkanal gestürzt. Ein 36 Jahre alter Notarzt kam dabei ums Leben. Pilot und Co-Pilot hätten sich gerettet, teilte die Polizei mit. Zur Ursache des Absturzes des Rettungshubschraubers "Christoph 19" gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Reuters HANNOVER. Der etwa 20 Jahre alte Hubschrauber vom Typ BO 105 sei auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz in der Ortschaft Hohnstorf in der Gemeinde Bienenbüttel gewesen, berichtete die Polizei. Pilot und Co-Pilot hätten ausgesagt, dass die Maschine kurz nach 12.00 Uhr plötzlich abgestürzt sei. Der Hubschrauber sei auf der Eisdecke des Elbe-Seitenkanals aufgeschlagen, eingebrochen und gesunken.

Der Notarzt wurde vier Stunden nach dem Unglück von Tauchern tot aus dem Hubschrauber geborgen. Warum er sich im Gegensatz zu den beiden anderen Insassen nicht rechtzeitig aus dem Cockpit befreien konnte, sei unklar, sagte der Polizeisprecher. Befürchtungen, dass der Hubschrauber unter der Eisdecke fortgetrieben werde, hätten sich nicht bestätigt.

Der Rettungshubschrauber ist seit rund 20 Jahren im Einsatz und wird vom Automobilclub ADAC und dem Deutschen Roten-Kreuz betrieben. Er sollte in Kürze gegen einen neuen Hubschrauber ausgetauscht werden, sagte der Polizeisprecher. "Christoph 19" habe jedoch stets als eine sehr bewährte und robuste Maschine gegolten. Nach der Bergung mit einem Spezialkran werde der Hubschrauber in den kommenden Tagen vom Luftfahrtbundesamt untersucht.

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