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10.01.2003

15:47 Uhr

Ursprünglich geplante Sanierung nicht mehr wahrscheinlich

Ufa-Insolvenzverwalter baggert bei Investoren

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die traditionsreiche Hamburger Kinokette Ufa arbeitet der Insolvenzverwalter weiter an einer "zukunftsfähigen Lösung" für den Fortbestand des Kinobetriebs. Derzeit werde mit potenziellen Investoren über einen Einstieg in eine dann noch zu gründende Auffanggesellschaft verhandelt, sagte Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder am Freitag in Hamburg.

HB/dpa HAMBURG. Zu Interessenten wollte er sich angesichts des laufenden Verfahrens nicht äußern. "Jeder redet mit jedem", sagte er lediglich. Die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nannte als mögliche Kaufinteressenten die Kinoketten UCI und Cinestar sowie eine Bietergruppe um den früheren Ufa-Gesellschafter Volker Riech.

Die Ufa-Kinos hatten Anfang Oktober 2002 Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt. Ein drastischer Rückgang der Besucherzahlen und eine damit verbundene Verschlechterung der Liquidität hatten der Hamburger Ufa GmbH-Theater & Co. KG zugesetzt. Der Spielbetrieb in den bundesweit 38 Kinos (55 000 Plätze) war nach dem Insolvenzantrag fortgeführt worden. Ufa beschäftigt rund 1000 Voll- und Teilzeitmitarbeiter.

Die ursprünglich geplante Sanierung der Ufa GmbH-Theater & Co. KG im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens erscheint derzeit nicht mehr sehr wahrscheinlich. Die Zugeständnisse auf Gläubigerseite insbesondere bei den erforderlichen Mietreduzierungen seien nicht vollständig erreicht worden, erläuterte Schröder. Und mögliche Investoren hätten angesichts ihres bereitzustellenden Kapitals für einen Neuanfang mit einer Auffanggesellschaft plädiert.

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