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02.06.2000

17:16 Uhr

pbs FRANKFURT/M. Das Landgericht Frankfurt stuft Aktienanleihen nicht als Termingeschäft ein. Mit diesem jetzt zugestellten Urteil vom 20.4 (AZ.: 2/21 O 331/99) wehrt die Commerzbank Ansprüche einer Klägerin aus Beratungshaftung ab. Der Vertreter der Bankkundin, der Tübinger Rechtsanwalt Andreas Tilp von der Kanzlei Tilp & Kälberer kündigte Berufung an. Der Bundesverband deutscher Banken habe zwar stets die Auffassung vertreten, dass Aktienanleihen keine Termingeschäfte seien. Dennoch habe die Mehrzahl der Banken, beispielsweise West LB und Lehman Brothers, die Termingeschäftsfähigkeit ihrer Kunden geprüft, sagte Tilp. Das Gericht hält der Commerzbank zufolge das Risiko einer Geldanlage in Aktienanleihen für geringer als das Risiko beim Kauf von Aktien. Außerdem seien Aktienanleihen keine Börsentermingeschäfte, da es im Gegensatz zu Optionsscheinen keine Hebelwirkung gebe. Tilps Ansicht nach sind Aktienanleihen nicht risikoärmer als Aktien. Aktienanleihen können nach einer festen Laufzeit in Aktien zurückgezahlt werden.

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