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30.01.2002

09:20 Uhr

Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt

Betriebsfrieden wiegt schwerer als gute Arbeit

Die wiederholte Störung des Betriebsfriedens muss sich ein Arbeitgeber nicht bieten lassen. Sie ist auch bei ansonsten sehr guten Arbeitsleistungen ein Kündigungsgrund.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die wiederholte Störung des Betriebsfriedens ist auch bei ansonsten sehr guten Arbeitsleistungen ein Kündigungsgrund. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem Urteil festgestellt. Die Richter befanden damit die fristgerechte Kündigung eines Einkäufers bei einem Metallbau-Unternehmen für zulässig. Die zusätzlich ausgesprochene fristlose Kündigung wurde vom Gericht allerdings für gegenstandslos erklärt (Az.: 7 Ca 532/01).

Der Arbeitnehmer hatte immer wieder Streit mit seinen Kollegen begonnen und deren Leistungen in beleidigender Weise kritisiert. Als er auch nach einer Abmahnung einen neuen Kollegen beschimpfte, wurde er von der Firma entlassen. Laut Urteil muss sich ein Unternehmen nicht die andauernde Störung des Betriebsfriedens bieten lassen, auch wenn ein Arbeitnehmer ansonsten gute Arbeit leiste.

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