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02.02.2001

07:37 Uhr

US-Automarkt

Schlechte Verkaufszahlen für Chrysler und Mercedes-Benz

Der US-Absatz der angeschlagenen Daimler-Chrysler-Tochter, Chrysler, ist im Januar 2001 im Vergleich zum Vorjahr um 16 % zurückgegangen.

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dpa-afx AUBURN HILLS. Die Chrysler Group, die US-Tochter von DaimlerChrysler, hat im Januar 2001 ebenso wie die Mercedes-Benz USA einen deutlichen Absatzverlust verbucht. Die Auslieferungen von Chrysler fielen gegenüber Januar des Vorjahres um 16 % auf 160.680 Autos. Dies gab die Gesellschaft am Donnerstag bekannt. Insgesamt hat sich der Absatz von in Nordamerika hergestellten Pkw und Light Trucks aller Hersteller im Januar im Vergleich zum Vormonat verbessert. Wie Analysten am Donnerstag mitteilten, stieg die Zahl der in Nordamerika produzierten und in den USA verkauften Pkw und Light Trucks auf rund 14,2 (Vormonat: 12,4) Mio Stück. Dies entspreche einem Zuwachs von 14,5 Prozent.



Der Absatz von Pkw lag bei 6,7 Mio Stück, der von Light Trucks bei 7,5 Mill. Stück. "Der Januarumsatz erholt sich wieder von der schlechten Performance im Dezember, besser gesagt im gesamten Quartal", erklärte Carol Stone von Nomura Securities.

Zetsche mit Hoffnung

"Der Branchenabsatz war tatsächlich besser als erwartet. Wir haben im Januar auf Grund der Unsicherheit im Markt über unsere Erholung etwas an Fahrt verloren", erklärte Chrysler-Chef Dieter Zetsche. Er glaubt, dass Chrysler durch die vorzeitige Ankündigung eines Großteils seines Sanierungsplans wieder an Fahrt gewinnen wird.

Der Verkauf von Großraumlimousinen bei Chrysler sank im Januar um 39 % auf 25.453 Stück und der Pkw-Absatz um 22 % auf 43.063 Einheiten. Die gesamten "Truck"-Auslieferungen - Geländewagen, Pickups und Großraumlimousinen - gaben um 14 % auf 117.617 Stück nach. Der Absatz des PT Cruiser stieg dagegen um 18 % auf ein neues Hoch von 13.475 Stück. Der Geländewagenabsatz legte um acht Prozent auf 53.700 Einheiten zu.

Chrysler will in der Woche zum 5. Februar in drei Werken die Produktion einstellen. In den folgenden drei Wochen soll jeweils ein Werk stillgelegt werden.

Bei der Mercedes-Benz USA fiel der Januar-Verkauf gegenüber dem Vormonat um sieben Prozent auf 12.690 Autos. Dies war allerdings das zweitbeste Januar-Ergebnis, das die amerikanische Vertriebstochter für Mercedes-Fahrzeuge bisher verbucht hatte. Der Absatz der Geländewagen (M-Klasse) und die E-Klasse-Modelle wiesen rückläufige Auslieferungen auf, während der C-Klasse-Verkauf stieg.

Auch Ford und GM mit Problemen

Bei Ford fiel der amerikanische Gesamtabsatz im Januar gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 11 Prozent auf 260.108 Einheiten. Darin waren auch Jaguar, Volvo und Land Rover eingeschlossen. General Motors erlitt einen US-Absatzrückgang um 5 Prozent auf 343.548 Fahrzeuge.



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