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26.01.2001

12:25 Uhr

US-Bürger über BSE laut Umfrage noch nicht besorgt

Texanische Rinderherde wegen Tiermehlfutter in Quarantäne

Die US-Gesundheitsbehörde (FDA) hat eine Herde von 1 000 texanischen Rindern unter Quarantäne gestellt, weil sie möglicherweise mit Tiermehl verunreinigtes Futter bekommen hat. Der Futtermittelhersteller habe die FDA selbst auf den Verstoß gegen die als Vorbeugung gegen die Ausbreitung von BSE seit 1997 geltende Tiermehlverbot für Wiederkäuer hingewiesen, sagte FDA-Sprecher Lawrence Bachorik am Donnerstag in Washington.

ap WASHINGTON. "Kein Tier wird in die Nahrungskette kommen, bevor die FDA entscheidet, dass es keine Probleme gibt" versicherte er. Bachorik sagte, in einer texanischen Fabrik sei versehentlich Knochenmehl ins Futter gemischt worden, dass an die unter Quarantäne gestellte Herde verfüttert worden sein könnte. Die Gefahr einer Infektion mit Rinderwahn sei theoretisch, weil die Krankheit bislang auf Europa beschränkt sei, das Kadavermehl aber von amerikanischen Tieren stamme.

Die amerikanische Rinderindustrie hat bereits 1996 als Reaktion auf die BSE-Krise in Großbritannien freiwillig auf Tiermehlzusätze im Futter verzichtet, die als Proteinzusatz weiter bei Geflügelfutter verwendet werden. Ein Jahr später verbot die FDA formell, Kadavermehl von Rindern, Schafen, Ziegen, Wild und Elchen - Tiere, die an BSE erkranken können - an Kühe, Schafe und Ziegen zu verfüttern.

Einer Umfrage zufolge sind amerikanische Bürger über die BSE-Krise in Europa informiert, befürchten aber zurzeit kein Übergreifen der Seuche auf ihren Kontinent. Nur jeder fünfte sagte in der vom Fernsehsender ABC und der "Washington Post" in Auftrag gegebenen Umfrage, sehr besorgt wegen des Problems zu sein. Knapp die Hälfte äußerte sich leicht besorgt.



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