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15.01.2003

15:22 Uhr

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US-Dollar erholt sich leicht

Der freundliche Schluss der US-Aktienbörsen am Dienstag sowie das Scheitern des Euro an der Marke von 1,06 Dollar haben der US-Währung am Mittwoch zu einer mäßigen Erholung verholfen.

Reuters NEW YORK. Händlern zufolge profitierte der Dollar zudem von wieder auflebenden Befürchtungen, Japan könnte am Devisenmarkt gegen den festen Yen intervenieren. Dennoch bleibe die Stimmung gegen den Dollar gerichtet. Keine Auswirkungen auf die Devisenmärkte hatten die US-Erzeugerpreise für Dezember und die US-Lagerbestände für November.

Im frühen New Yorker Handel notierte der Euro mit 1,0530/35 Dollar nahe des Referenzkurses der Europäischen Zentralbank (EZB) von 1,0526 (Vortag 1,0577) Dollar. Im Referenzkursverfahren EuroFX war der Kurs des Euro zuvor mit 1,0528 (1,0570) Dollar ermittelt worden. Zum Yen notierte der Dollar mit 118,27/35 nach der Schlussnotiz am Vorabend in New York von 118,91/99 Yen.

Die US-Börsen hatten am Dienstag freundlich geschlossen und damit der US-Währung etwas Auftrieb verliehen, sagten Händler. Das unerwartet gute Ergebnis des weltgrößten Chipherstellers Intel habe dem Dollar zusätzliche Unterstützung geliefert. Der Markt benötige mehr als nur Worte, um der derzeitigen Dollar-Verkaufs-Stimmung zu begegnen, sagten Händler. Die im Tagesverlauf anstehenden Daten einschließlich des Konjunkturberichts "Beige Book" der US-Notenbank (Fed) könnten sich wieder negativ auf die US-Devise auswirken. "Ich wäre nicht überrascht, einen weiteren negativen Bericht zu sehen... und der Dollar reagiert offenbar eher auf negative als auf gute Nachrichten", sagte Nick Parsons, Devisenstratege bei der Commerzbank.

Für die Entwicklung des Dollar wichtige Impulse könnten Händlern zufolge auch von den gegen Ende der Woche erwarteten US-Daten ausgehen. Am Donnerstag wird die Fed von Philadelphia ihren Konjunkturindikator für Januar veröffentlichen. Am selben Tag werden auch Inflationsdaten für Dezember bekannt gegeben. Am Freitag folgen der Index der Universität Michigan für das Verbrauchervertrauen im Januar sowie Daten zur Handelsbilanz und zur Industrieproduktion.

Das Scheitern des Euro bei 1,06 Dollar und die Interventionsängste in Asien hätten die Anleger zu Umschichtungen ihrer Engagements veranlasst, sagte ein Händler in London. Allerdings dürfte diese Situation nicht lange anhalten.

Der neue, für internationale Beziehungen zuständige, japanische Vize-Finanzminister Zembei Mizoguchi deutete indes die Bereitschaft seines Landes zu Interventionen. "Wir werden unsere Haltung durch Handlungen zeigen. Wir beabsichtigen nicht, die Märkte mit Worten zu bewegen", sagte er. Das Tokioter Finanzministerium hatte in jüngster Zeit bereits mehrfach angedeutet, Yen zu Gunsten von Dollar verkaufen zu wollen. Damit würde Japan versuchen, den Kursverfall des Dollar und den gleichzeitigen, Exporte hemmenden Kursanstieg der japanischen Währung zu bremsen.

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