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04.02.2002

09:52 Uhr

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US-Finanzministerium erwägt Alternativen zum Krueger-Plan

Das US-Finanzministerium steht der Idee positiv gegenüber, Gläubigerschutz-Modelle für Staaten einzuführen. Allerdings gebe es Alternativen zu dem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im November vorgestellten Plan, der sich am Gläubigerschutz nach Chapter elf des US-Konkursgesetzes orientiert.

vwd NEW YORK. John Taylor vom US-Finanzministerium lobte am Sonntag am Rande des Weltwirtschaftsforums in New York zwar den IWF-Vorschlag, da er die Diskussion in Gang bringe. Es sei wichtig bald möglichst ein Modell zu entwickeln, das einen Vorgang berechenbarer mache, der bisher zu wenig vorhersehbar gewesen sei.

Allerdings würde der IWF nach Einschätzung von Taylor nach seinem bisherigen Vorschlag in die Rolle eines Vermittlers zwischen Schuldner- und Gläubigerländern gedrängt werden. Wichtig sei vor allem eine am privaten Sektor orientierte Strategie. Taylor schlug vor, Anleiheverträge so zu gestalten, dass Länder mit Zahlungsschwierigkeiten rasch mit den Anleihe-Inhabern über eine Lösung der Schwierigkeiten verhandeln können.

Der von der stellvertretenden geschäftsführenden IWF-Direktorin Anne Krueger vorgelegte Plan sieht u.a. vor, dass Länder mit Zahlungsschwierigkeiten gesetzlichen Schutz vor Gläubigern erhalten, die einer Umschuldung negativ gegenüberstehen. Im Gegenzug verpflichten sich die Schuldnerländer bei den Verhandlungen guten Willen zu zeigen. Über den Krueger-Plan wird der Exekutiv-Ausschuß des IWF voraussichtlich Ende Februar beraten.

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