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23.01.2003

10:59 Uhr

wsa HAMBURG. Nicht nur aus dem Nabelschnurblut, auch aus dem gallertigen Bindegewebe der Nabelschnur selbst lassen sich Stammzellen gewinnen, die die Fähigkeit besitzen, sich zu Nervenzellen weiterzuentwickeln. Damit steht eine weitere ethisch unbedenkliche Quelle für Stammzellen zur Verfügung, die zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden könnten. Das berichten Forscher der Kansas State University im Fachblatt "Stem Cells".

"Die Zellen lassen sich im Labor vermehren, dauerhaft kultivieren und in Nervenzellen umwandeln", sagt Kathy Mitchell, ein Mitglied des Forscherteams. "Diese Zellen können künftig für viele therapeutische und biotechnologische Zwecke eingesetzt werden." Die Nabelschnurmatrix, ein gallertiges Bindegewebe, das die Blutgefäße schützend umgibt, enthält nach Ansicht der Wissenschaftler Stammzellen, die aus der Frühphase der Embryonalentwicklung stammen.

Die Wissenschaftler untersuchen nun, ob aus diesen Stammzellen auch Herzmuskel- und Blutgefäßzellen entstehen können. Die Nabelschnurmatrix könnte damit eine neue, ergiebige Quelle leicht zu gewinnender Stammzellen darstellen, die für die Entwicklung von Therapien gegen Parkinson, Schlaganfall, oder Rückenmarksverletzungen zur Verfügung stünden.

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