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06.02.2001

20:20 Uhr

US-Gewinne wecken Kauflust

Dax schliesst fester

Eine freundliche US-Börse hat am Dienstag die Kauflust bei den deutschen Anlegern geweckt. Insbesondere die Gewinne an der amerikanischen Computerbörse Nasdaq sorgten für Schwung am Neuen Markt.

dpa/afx/adx FRANKFURT. Der Nemax 50 kletterte um 1,19 % auf 2 640,85 Zähler. Aufwärts ging es auch bei den Standardtiteln: Der Dax stieg um 0,98 % auf 6 693,03 Punkte. Um 0,70 % auf 4 850,40 Zähler ging es für die mittelgroßen Werte im MDax nach oben. "Die Anleger scheinen wieder Mut zu schöpfen", fasste ein Händler die Stimmung zusammen. Er schränkte jedoch ein, dass die Umsätze insgesamt recht dünn gewesen seien.

Bei ruhigem Handel fiel das Bild der Verlierer und Gewinner bei den deutschen Standardwerten uneinheitlich aus. Gewinne verbuchten unter anderem Deutsche Bank , die sich um 3,4 % auf 99,70 Euro verteuerten. Analysten hatten die Kursverluste nach Vorlage der 2000er-Ergebnisse als übertrieben bezeichnet. Unter Druck standen hingegen RWE (-1,7 % auf 41,75 Euro). Händlern zufolge halten Anleger den gebotenen Preis von rund 5,8 Mrd. Mark für den spanischen Energieversorger Hidrocantábrico für viel zu hoch.

Deutsche-Börse-Aktie legte an ihrem zweiten Handelstag um 3,35 % auf 385,50 Euro zu. Zu den Gewinnern zählten auch Autowerte. Die Aktie von Daimler-Chrysler verteuerte sich um 3,52 % auf 52,07 Euro und war damit Dax-Gewinner. Händler begründeten die Kursgewinne mit den verbesserten Absatzzahlen in Japan. Der Autokonzern konnte im Januar 1,7 % mehr Mercedes-Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahreszeitraum. Auch BMW zog um 2,50 % auf 38,90 Euro an.

Schlusslicht Preussag

Das Schlusslicht bildete dagegen die Aktie des Touristikkonzerns Preussag, die um 3,14 % auf 42,28 Euro nachgab. Die zum Preussag-Konzern gehörende TUI Business Travel hat mit zwei Partnern aus den USA und Australien ein weltweit agierendes Unternehmen für Geschäftsreisen gegründet. Anleger fürchten jedoch hohe Startkosten.

Die Technologiewerte zeigten sich uneinheitlich. Die Aktie des Siemens-Tochter Infineon litt weiterhin unter düsteren Zukunftsaussichten für die Halbleiterindustrie. Das Papier verbilligte sich um 2,28 % auf 43,25 Euro. Der Titel des Herstellers elektronischer Bauelemente Epcos profitierte hingegen von einer Hochstufung und verteuerte sich daraufhin um 2,01 % auf 90,36 Euro.

Deutsche Bank kletterten um 3,43 % auf 99,70 Euro. Der deutsche Branchenriese hat sein europäisches Anlagefinanzierungs-, Leasing- und Fuhrpark-Managementgeschäft an die französische Société Générale verkauft. Gerüchte über die Höhe des Verkaufserlöses ließen die Aktie in die Höhe schießen.

Der Rentenmarkt gab leicht nach. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen verlor 0,1 % auf 109,18 Punkte. Der Rentenindex Rex fiel ebenfalls um 0,1 % bei 112,82 Zähler. Die Bundesbank hatte die Umlaufrendite am Mittag auf 4,74 (Montag: 4,75) Prozent festgestellt.

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