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02.05.2003

07:37 Uhr

US-Konkurrent UPS vergleichsweise bescheiden

Deutsche Post klotzt mit Werbung

Mit der größten Werbekampagne in ihrer Geschichte geht die Deutsche Post im Paketgeschäft künftig als DHL an den Start. Unter dieser Marke bündelt die Post ihr Express- und Logistikgeschäft.

agr BONN. Das rote DHL-Logo wird dabei in Deutschland die Marke Euro Express ersetzen. Lediglich die Grundfarbe Gelb erinnert dann noch an die Post. Auch die Paketzusteller kleiden sich künftig in rote Uniformen der international bekannteren Express-Marke DHL.

"Allein in diesem Jahr werden wir für die Werbekampagne und die Umrüstung von Fahr- und Flugzeugen 125 Mill. Euro ausgeben", sagte Wolfgang Giel, Leiter Werbung und Marke der Deutschen Post, vor Journalisten in Bonn. Zwei Drittel davon entfallen auf die Medienkampagne, deren Konzept die Hamburger Werbeagentur Jung von Matt entwickelt hat. In Deutschland werden erneut die Brüder Thomas und Christoph Gottschalk in TV-Spots sowie für Anzeigen- und Plakatmotive im Einsatz sein.

Auch im kommenden Jahr will die Post die Kampagne, allerdings mit deutlich geringerem finanziellen Einsatz, fortsetzen. Beobachter rechnen insgesamt mit einem Aufwand von rund 180 Mill. Euro. Damit ist die Kampagne auch eine der größten eines deutschen Konzerns. Anlässlich ihres Börsengangs habe die Post 80 Mill. Euro für Werbung ausgegeben, sagte Giel. Das "normale" Werbebudget des Konzerns bezifferte er auf 50 Mill. Euro im Jahr.

Auch der US-Konkurrent UPS hat sein Logo seit mehr als 40 Jahren zum ersten Mal modernisiert und das verschnürte Paket über dem Wappenschild entfernt. An der Grundfarbe Pullmanbraun hält der Paketriese dagegen fest. Die Umrüstung der Fahrzeuge falle aber zum Wohle der Aktionäre mit 20 Mill. $ in diesem Jahr vergleichsweise bescheiden aus, sagte ein UPS-Sprecher. Der Werbeetat habe sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert, sagte er, ohne jedoch Zahlen zu nennen.

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