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03.01.2002

16:13 Uhr

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US-Märkte erholen sich von Arbeitsmarkt-Schock

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Eine halbe Stunde nach Markteröffnung haben sich die beiden großen Indizes von einem morgendlichen Schock erholt. Der Dow Jones mit einem Plus von 40 Punkten bei 10 113 Zählern, der Nasdaq steht ein Plus von 38 Punkten zu Buche, der Technologie-Index steht bei 2 017 Punkten.

wsc NEW YORK. Ein Vorgeschmack auf die Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden, hatte dem Markt am frühen Morgen einen Dämpfer versetzt. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosigkeit ist in der letzten Dezemberwoche erneut um 36 000 auf 447 000 gestiegen ist. Das ist deutlich schlechter als die Auguren der Wall Street erwartet hatten - sie hatten mit keiner Veränderung gerechnet.

Den Dow Jones stützt mittlerweile vor allem das Papier von Intel . Zeitweise legt die Aktie um mehr als fünf Prozent zu, nachdem sich die Analysten von JP Morgan in vielerlei Hinsicht positiv über die Aktie äußern. Zum einen halten sie die schwachen Absatzprognosen von Computerherstellern wie IBM , Dell oder Compaq für untertrieben und prophezeien Intel stärkere Chipabsätze als bislang erwartet. Außerdem könne das Unternehmen von den am Mittwoch von US-Präsident Bush gelockerten Ausfuhrbestimmungen für Computer und Chips profitieren. JP Morgan empfiehlt, die Aktie vor dem 14. Januar zu kaufen.

Auch die übrigen Chipwerte wie Micron und Infineon stehen am Donnerstag auf der Gewinnerseite. Über Nacht sind in Asien erneut die Preise für Halbleiter gestiegen, was die Ergebnisse der Hersteller aufpoliert. Infineon legt am Morgen 4,7 % zu, Micron verbessert sich um ein Prozent.

Das Papier des Speicher-Spezialisten EMC gewinnt 7,4 %. Die Analysten von Goldman Sachs meinen, dass die Umsatzprognosen einiger Hardware-Unternehmen für das vierte Quartal zu stark nach unten geschraubt wurden. EMC, einer der Marktführer für Speichertechnologie, dürfte die Erwartungen in bezug auf den Gewinn pro Aktie übertreffen. Die Aktie wurde von Salomon Smith Barney auf "kaufen" aufgestuft.

Um 2,5 % verbessert sich Sun Microsystems. Hier sollten Umsatz- und Auftragsentwicklung über den Prognosen liegen. Allerdings, so Goldman Sachs, könnten die Gewinnmargen enttäuschen, und so drohen die Ertragsschätzungen verfehlt zu werden. Bei dem Dow Jones Wert IBM sei die Lage gemischt, dennoch könne man mit den Ertragsprognosen leben. IBM verliert ein halbes Prozent.

Der Industrie- und Chemieriese Dow Chemical verliert 0,6 %. Zwar hat Merrill Lynch den Titel am Donnerstag vor der Börseneröffnung auf "aggressiv kaufen" aufgestuft - doch sprach das Unternehmen Minuten später eine Ertragswarnung aus. Man werde nicht in der Lage sein, die erwarteten 13 bis 20 Cents Gewinn pro Aktie im vierten Quartal einzuhalten. Schwache Nachfrage in einigen Segmenten und anhaltender Druck auf die Gewinnmargen in den Bereichen Grundchemie und Plastik machen dem Konzern zu schaffen.

Auch der Online- und Medienriese AOL Time Warner sorgt am Morgen für Gesprächsstoff auf dem New Yorker Parkett. Die Nachrichtenagentur AP berichtet über eine Sicherheitslücke im Chat-Programm des Internet-Providers. AOL will das Problem in den nächsten zwei Tagen behoben haben. Das ganze belastet die Aktie nicht, da sich die Analysten der UBS Warburg sehr positiv zu den Zukunftsaussichten von AOL äußern. Sie rechnen für das Jahr 2002 mit einem Kundenwachstum von 11 %. Wenige Tage vor einer Analystenkonferenz gewinnt AOL 1,6 %.

Mit einem Plus von 2,9 % steht auch Disney auf der Gewinnerstraße. Die Analysten der ABN Amro sagen, das Unternehmen habe in seiner Branche die besten Chancen auf eine Erholung im Rahmen einer Verbesserung der gesamtkonjunkturellen Lage. Sie stufen das Papier von Disney auf "kaufen" auf und übergewichten gleichzeitig Medienaktien im Musterdepot.

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