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22.01.2003

15:30 Uhr

US-Musikindustrie gewinnt wichtigen Fall

Herber Rückschlag für Musiktauschbörse

Die US-Musikindustrie hat in einem mit Spannung erwarteten Gerichtsentscheid einen Sieg gegen Musikpiraten errungen.

HB/dpa WASHINGTON. Bundesrichter John Bates forderte den Onlinedienst Verizon nach Medienberichten vom Mittwoch auf, den Namen eines Nutzers zu nennen, der über die Internettauschbörse Kazaa angeblich hunderte Songs kopierte. Der Richter berief sich in seiner Entscheidung auf den "Digital Millennium Copyright Act" (DMCA) von 1998.

Verizon und Bürgerrechtsgruppen hatten argumentiert, der Millennium Act gelte in diesem Fall nicht und stelle einen Eingriff in die Privatsphäre dar. Der amerikanische Musikbranchenverband RIAA setzt dagegen nach Medienberichten auf das Gesetz von 1998, weil er damit schneller und härter gegen Musikpiraten vorgehen kann.

Verizon kündigte Berufung gegen das Urteil an. Kritiker befürchten nun, dass die Musikindustrie im Falle eines Siegs in der nächsten Instanz die Macht hätte, Hunderttausende Musikpiraten zu identifizieren, ohne erst Klage einreichen zu müssen.

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