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23.01.2001

11:44 Uhr

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US-Sportschuhhersteller Converse beantragt Gläubigerschutz

Der US-Sportschuhhersteller Converse Inc hat Gläubigerschutz beantragt. Wie Converse am Montagabend in Boston mitteilte, will das Unternehmen den Betrieb durch die Verlagerung der restlichen Produktion nach Asien und durch die Streichung von 1000 der insgesamt 1200 Stellen aufrechterhalten.

Reuters BOSTON. Converse habe das Gericht darüber hinaus um die Genehmigung gebeten, drei Produktionsanlagen in Nordamerika bis März zu schließen. Damit würde sich der Betrieb lediglich auf das Lizenzgeschäft konzentrieren. Das führende Produkt von Converse ist der "Chuck-Taylor-All-Star"-Turnschuh, der sich seit vielen Jahren am Markt hält. Das Unternehmen schätzt, insgesamt 575 Mill. dieser Sportschuhe hergestellt zu haben. Der von Converse beantrage Gläubigerschutz nach Paragraph 11 des Konkursreformgesetz sieht vor, dass der Schuldner den Besitz seines Unternehmens und die Kontrolle über dessen Betrieb behält, wenn das Gericht nichts anderes anordnet. Schuldner und Gläubigern wird eine erhebliche Flexibilität in der Zusammenarbeit zugestanden.

Converse geht nach eigenen Angaben davon aus, genügend Finanzmittel zu haben, um den Betrieb während der notwendigen Umstrukturierung fortführen zu können. Das Unternehmen verfüge über Vermögenswerte über 202 Mill. $ und habe Verbindlichkeiten über 226 Mill. $, hieß es. Zu den Gläubigern zählen First Union Corp, die chinesische Yue Yuen, der Basketball-Trainer der Universität von Louiseville, Denny Crum, und der Sportler Dennis Rodman.

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