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12.02.2001

21:12 Uhr

US-Tochter soll im ersten Halbjahr 2002 ausgeglichen abschließen

Daimlers Fahrplan für die Chrysler-Sanierung steht

VonScott Miller (Wall Street Journal)

Die angeschlagene US-Sparte von Daimler-Chrysler soll in der ersten Jahreshälfte 2002 wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, will Daimler-Chrysler dieses Ziel auf der Bilanz-Pressekonferenz am 26. Februar bekannt geben. Daimler-Chrysler lehnte am Dienstag eine Stellungnahme ab. "Kein Kommentar, das ist reine Spekulation", sagte ein Sprecher auf Anfrage.

FRANKFURT. Diese Ankündigung entspricht den Erwartungen, war aber von Daimler noch nicht offiziell bestätigt worden. Auf einer Vorstandssitzung in dieser Woche soll der genaue Zeitplan für den Turnaround von Chrysler im Detail besprochen und abgesegnet werden. Diese Details will Daimler-Chef Jürgen Schrempp dann endgültig auf der Bilanz-Pressekonferenz nennen. Beim Stuttgarter Automobilkonzern hat der Sanierungsplan den Namen "Milestones" (Meilensteine) bekommen.

Möglicherweise wird sich das Unternehmen im Rahmen dieses Programms auch noch von weiteren Konzerntöchtern trennen. Der Reifenhersteller Continental aus Hannover bekräftigte sein Interesse an der Daimler-Zuliefertochter Temic. Der Stuttgarter Konzern hatte im vergangenen Jahr bereits die Eisenbahnsparte Adtranz und das Debis-Systemhaus abgestoßen.

Für den Konzernchef wird es Zeit, den Daimler-Chrysler-Aktionären einen exakten Zeitplan vorzulegen. Die Daimler-Chrysler-Aktie hat seit der Fusion etwa die Hälfte ihres Werts verloren. Die Finanzmärkte erwarten nun konkrete Daten, an deren Einhaltung sich der Sanierungserfolg messen lässt.

Nach Erwartungen der meisten Analysten dürfte sich die Situation bei Chrysler schon im Laufe dieses Jahres verbessern, so dass die Sparte 2002 wieder in die schwarzen Zahlen kommen kann. Jürgen Pieper, Autoanalyst beim Bankhaus Metzler, schätzt, dass Sparmaßnahmen die Ausgaben bei Chrysler während der kommenden zwölf Monate um rund 5 Mrd. Euro reduzieren. Der US-Marktanteil allerdings wird nach seiner Schätzung nicht wachsen. Produkte wie der neue Minivan kämen bei den Käufern nicht an.

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