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19.03.2003

10:01 Uhr

US-Ultimatum an Saddam zurückgewiesen

Parlament stellt sich hinter Hussein

Einen Tag vor Ablauf eines US-Ultimatums an Irak hat das irakische Parlament am Mittwoch in einer Krisensitzung die Forderung der USA zurückgewiesen, Präsident Saddam Hussein solle das Land verlassen. "Irak ist nicht das Land, das dem folgen wird, was die US-Regierung ihm gesagt hat", sagte der Parlamentsvorsitzende Saadun Hammadi unter dem Applaus der Abgeordneten.

Reuters BAGDAD. Einige Abgeordnete warnten vor unerwarteten Vergeltungsaktionen gegen die USA, sollten sie ihre Angriffsdrohung an Irak in die Tat umsetzen. Die USA hatten Saddam ultimativ zum Verlassen des Landes bis Donnerstag gegen 02.15 Uhr (MEZ) aufgefordert, um einen Krieg noch abzuwenden.

"Wir lehnen es (das Ultimatum) ab und wir stehen alle gemeinsam hinter unserem Anführer, und wir sind bereit, unser Land zu verteidigen," sagte Hammadi. Viele Parlamentarier brachten in Sprechchören ihre Unterstützung für den Präsidenten zum Ausdruck: "Wir werden unser Blut und unsere Seele Saddam opfern", riefen und sangen sie. Einige forderten sogar, US-Präsident George W. Bush solle ins Exil gehen: "Du (Bush) solltest zurücktreten und die Welt in Frieden leben lassen. Andernfalls werden die Konsequenzen schlimm sein und ganz Amerika wird deine Schuld tragen", sagte ein Abgeordneter.

Am Vortag hatte Saddam erklärt, dem Ultimatum nicht nachkommen zu wollen. Die USA und Großbritannien haben rund 280 000 Soldaten in der Golf-Region stationiert und bereiteten sich auf einen Angriff vor.

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