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20.02.2002

21:18 Uhr

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US-Verbraucherpreise im Januar wieder gestiegen

Die US-Verbraucherpreise sind im Januar zum ersten Mal seit September 2001 wieder gestiegen. Analysten sahen darin am Mittwoch allerdings noch kein Signal für ein steigendes Inflationsrisiko.

rtr WASHINGTON. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank (Fed), die im vergangenen Jahr die Zinsen massiv gesenkt hatte, die Zinsen in Kürze anheben könnte, sei sehr gering. Saisonbereinigt waren die Preise den Angaben des US-Arbeitsministeriums zufolge im Januar zum Dezember um 0,2 % geklettert nach einem Rückgang von revidiert 0,1 % im Dezember. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,3 % gerechnet. Auch in der Kernrate, also ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie, sei das Preisniveau um 0,2 (Vormonat 0,1) Prozent gestiegen. Hier fiel die Teuerung wie von Analysten erwartet aus.

Der Preis-Index stieg den Angaben zufolge insbesondere wegen der im Januar erhöhten Energie- und Nahrungsmittelpreise. Die Energiepreise waren im letzten Vierteljahr 2001 gesunken und kletterten dann im Januar um 0,9 %. Auch die Nahrungsmittelpreise stiegen um 0,3 %, nachdem sie im Dezember nahezu unverändert gewesen waren.

Analysten, die mit einem baldigen Ende der seit März 2001 andauernden Rezession in den USA rechneten, werteten die Teuerung als normale Entwicklung. Die Inflation bewege sich auf niedrigem Niveau, sagte David Wyss von Standard & Poor's. Edgar Peters von Panagora Asset Management schloss aus, dass die Fed wegen eines steigenden Inflationsdrucks die Zinsen bald wieder anhebt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fed irgendwann demnächst wieder an der Zinssschraube dreht", sagte Peters. So lange die Wirtschaft erst wieder in die Gänge komme, werde das auch nicht passieren.

Steigender Inflationsdruck über einen längeren Zeitraum wird von Volkswirten als Signal für eine mögliche Erhöhung der Zinsen gewertet. Die Fed hatte ihren maßgeblichen Zinssatz für Tagesgeld im vergangenen Jahr um insgesamt 4,75 % auf 1,75 % gesenkt, um das Wachstum der US-Wirtschaft anzukurbeln.

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