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08.01.2008

08:26 Uhr

US-Vorwahlen

Hillary den Tränen nahe

Wieder zeichnet sich eine eine Schlappe für Hillary Clinton bei den US-Vorwahlen ab. In New Hampshire liegt der Demokrat Barack Obama nach Auszählung der Stimmen aus der ersten Wahlurne vorn – während seine Gegenkandidatin keine einzige Stimme erhielt. Zuvor überraschte die sonst so beherrschte Clinton mit einem unerwarteten Gefühlsausbruch.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hat momentan nichts zu lachen. Foto: ap ap

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hat momentan nichts zu lachen. Foto: ap

HB DIXVILLE NOTCH. In dem abgelegenen Dorf Dixville Notch entfielen von den zehn für die Demokraten abgegebenen Stimmen sieben auf Obama, wie die Wahlleitung am frühen Dienstagmorgen mitteilte. John Edwards habe zwei und Bill Richards eine Stimme erhalten, während Hillary Clinton leer ausging. Von den sieben Stimmen für Republikaner seien vier für John McCain, zwei für Matt Romney und eine für Rudy Giuliani abgegeben worden.

Dixville Notch ist seit langem der erste Ort New Hampshires, der seine Ergebnisse zuerst bekannt gibt. Für kurze Zeit steht das Dorf mit seinen 74 Einwohnern damit im Mittelpunkt der US-Medien. Das Wahlgesetz des US-Staats erlaubt es Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern, bereits um Mitternacht die Wahllokale zu öffnen und wieder zu schließen, wenn alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben.

Im Verlauf des Tages werden auch die anderen Wähler in New Hampshire ihre Stimme bei der Vorwahl zur US-Präsidentschaft abgeben. Dabei hat sich in den vergangenen Tagen in den Umfragen überraschend Obama vor seine ärgste Rivalin Clinton geschoben. Obama hatte in der vergangenen Woche bereits die ersten Vorwahlen in Iowa deutlich für sich entschieden und damit für eine große Überraschung gesorgt.

Sollte Clinton auch in New Hampshire unterliegen, dürfte ihr das nach Einschätzung von Experten einen ernsten Schlag im Rennen um die Präsidentschaft versetzen. Sie kündigte aber bereits an, auch im Falle einer erneuten Niederlage bis zum „Super Tuesday“ am 5. Februar, an dem in 22 Bundesstaaten Vorwahlen abgehalten werden, weiterzukämpfen.

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