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04.04.2003

15:48 Uhr

US-Währung profitiert von Kriegsnachrichten

Dollar macht gegenüber Euro Boden gut

Meldungen über die Kriegsentwicklung im Irak haben dem der US-Währung am Freitag Kursgewinne beschert.

Reuters FRANKFURT. Entsprechend büßte der Euro an Wert ein. "Alle Bewegungen des Dollar sind auf Entwicklungen im Krieg zurückzuführen", sagte Analyst Mitul Kotecha vom Credit Agricole Indosuez. Meldungen über die Einnahme des Flughafens von Bagdad sowie und sich ergebende irakische Soldaten weckte Marktteilnehmern zufolge die Hoffnung auf ein rasches Kriegsende. Am Nachmittag werden noch Konjunkturdaten erwartet, doch werden diese nach Einschätzung von Händlern angesichts des Krieges in den Hintergrund rücken.

Gegen 14.30 Uhr MESZ lag der Euro bei 1,0720/23 Dollar, nach einem Stand von 1,0758/74 Dollar bei Handelsschluss in New York am Donnerstag. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,0712 (Donnerstag 1,0698) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,0720 (1,0702) Dollar. Parallel zu den Verlusten des Euro verteuerte sich die US-Währung auf 120,03/08 Yen nach 119,35/43 Yen am Donnerstag.

2 500 Soldaten der Republikanischen Garden haben sich nach Angaben des US-Militärs am Freitagmittag den auf die irakische Hauptstadt Bagdad vorrückenden US-Truppen ergeben. Die Garden gelten als die am besten ausgerüsteten Truppen des Irak. Zuvor hatten US-Soldaten nach Angaben eines ranghohen US-Offiziers den strategisch wichtigen Flughafen der irakischen Hauptstadt nach heftigen Gefechten unter ihre Kontrolle gebracht. Der Flughafen könnte Militärexperten zufolge eine bedeutende Rolle bei einer versuchten Einnahme Bagdads spielen.

Konjunkturdaten spielten in den vergangenen Wochen angesichts des Irak-Krieges kaum eine Rolle an den internationalen Finanzmärkten. Auch den am Nachmittag mit Spannung erwarteten Zahlen zur Entwicklung des US-Arbeitsmarktes im März wird von Händlern kaum die Möglichkeit zugesprochen, dem Markt unabhängig vom Krieg eine Richtung vorzugeben. Insgesamt deuten die Prognosen von Analysten überwiegend auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der weltweit größten Volkswirtschaft hin.

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