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07.01.2008

10:27 Uhr

US-Wahlkampf

Hillary schwimmen die Felle davon

Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gerät zur Barack-Obama-Show: Neue Umfragen zur wichtigen Vorwahl in New Hampshire am Dienstag sehen ihn ungewöhnlich deutlich vor seiner schärfsten Konkurrentin Hillary Clinton. Die versucht derweil, mit Bemerkungen über das Seelenleben des russischen Präsidenten zu punkten.

Barack Obama hat seine schärfste Konkurrentin Hillary Clinton in aktuellen Umfragen überholt. Foto: ap Quelle: ap

Barack Obama hat seine schärfste Konkurrentin Hillary Clinton in aktuellen Umfragen überholt. Foto: ap

HB NASHUA. Kurz vor der wichtigen Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire am Dienstag scheint die Stimmung im Lager der Demokraten zugunsten von Barack Obama zu kippen. Lag der der schon in Iowa siegreiche Obama in Umfragen am Wochenende zunächst noch gleichauf mit seiner härtesten Konkurrentin Hillary Clinton, so sehen ihn zwei aktuelle Erhebung deutlich im Vorteil.

In einer aktuellen Umfrage von » USA Today und dem Meinungsforschungsinstitut Gallup kommt Obama auf 41 Prozent der Stimmen, während die ehemalige First Lady auf nur noch 28 Prozent zurückfällt. Ähnlich deutlich fällt sein Vorsprung in einer » CNN-Umfrage aus: Hier wird Obama ein Stimmenanteil von 39 Prozent prognostiziert, Clinton dagegen nur 29 Prozent.

Zugleich wird der Ton bei den Demokraten schärfer. Clinton machte für sich geltend, dass sie die wahre Kandidatin für einen politischen Wandel sei. Die Demokraten sollten einen „Macher, nicht einen Redner“ wählen. Obama konterte, dass seine Kritiker noch immer in der Politik der Vergangenheit verhaftet seien.

Die Wahl New Hampshire gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur. Nach ihrer Niederlage in Iowa Mitte vergangener Woche würde ein weiter Rückschlag Clintons Aussichten, als erste Frau das höchste Staatsamt der USA zu erobern, drastisch verschlechtern.

Die Senatorin des Bundesstaats New York überraschte ihre Anhänger derweil mit ungewöhnlichen Aussagen über Russlands Präsident Putin. Als Ex-Agent des Geheimdienstes KGB habe Putin „per Definition keine Seele“, sagte Clinton am Sonntag auf die Frage eines Wählers. Ihre Bemerkung sorgte für Gelächter in die Menge, da sie offensichtlich auf eine Aussage von Präsident George W. Bush gemünzt war. Bush hatte beim ersten Treffen mit Putin als Präsident im Jahr 2001 erklärt, er habe einen Blick in Putins Seele erhaschen können.

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