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16.01.2003

20:25 Uhr

USA auf Ablehnung gestoßen

Sicherheitsrat gegen Zeitlimit für Irak-Inspektion

Die USA sind im Weltsicherheitsrat mit der Forderung nach einer zeitlichen Begrenzung für die Waffeninspektionen im Irak auf Ablehnung gestoßen. "Die Inspektionen müssen weitergehen, es gibt keinen Grund für eine Entscheidung des Sicherheitsrates", sagte Großbritanniens UN-Botschafter Sir Jeremy Greenstock nach internen Konsultationen des Rates über das Ansinnen der USA.

HB/dpa NEW YORK. "Die Führung (der Kontrollen) liegt weiterhin bei den Inspekteuren, das ist die Ansicht Großbritanniens", sagte der Botschafter, dessen Land der engste Bündnispartner der USA im Sicherheitsrat ist. Auch Vertreter anderer Mitgliedsländer sprachen sich für eine uneingeschränkte Fortsetzung der Suche nach versteckten Massenvernichtungswaffen im Irak aus.

US-Botschafter John Negroponte deutete nach der Beratung an, dass Washington die Forderung nach einer baldigen Beendigung der Inspektionen demnächst verstärkt vorbringen könnte. Man wolle aber den am 27. Januar fälligen Zwischenbericht von UN-Chefinspekteur Hans Blix abwarten und dann weitersehen. Die Resolutionen 1441 und 1284, mit denen die Irak-Inspektionen vom Sicherheitsrat angeordnet wurden, seien zwar weiter gültig. "Wir haben heute aber klar gemacht, wie wichtig es ist, dass sie so umgesetzt werden, dass auf den Irak ein maximaler Druck zur sofortigen, bedingungslosen und proaktiven Kooperation aufrechterhalten bleibt."

Nach Angaben der "Washington Post" vom selben Tag will die US-Regierung im Sicherheitsrat durchsetzen, dass Blix nach dem 27. Januar keinen weiteren Bericht zum Verlauf der Waffensuche im Irak vorlegen soll. Die Bush-Regierung fürchte, dass der Zeitplan für eine militärische Konfrontation verzögert werden könnte.

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