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15.01.2003

16:47 Uhr

USA ermutigt

Nord- und Südkorea nehmen neuen Dialog auf

Nord- und Südkorea haben neue Gespräche für nächste Woche vereinbart. In den diplomatischen Bemühungen in Asien um eine Lösung der Krise um das Atomprogramm Nordkoreas zeigten sich die USA am Mittwoch optimistisch über die laufenden Abstimmungen.

dpa/HB SEOUL/PEKING. Bei einem Treffen in Seoul riefen die Außenminister Japans und Südkoreas, Yoriko Kawaguchi und Choi Sung Hong, das kommunistische Nordkorea auf, nichts zu unternehmen, was den Konflikt verschärfen könnte.

Nach Gesprächen in Seoul sagte der Ostasien-Abteilungsleiter James Kelly in Peking: "Ich bin sehr ermutigt. Wir müssen weiter miteinander sprechen, um sicherzustellen, dass die Angelegenheit den bestmöglichen Ausgang nimmt." Er fügte hinzu: "Es gibt keinen Ersatz für Kommunikation." Bei einem Treffen mit Kelly sagte der chinesische Vizeaußenminister Li Zhaoxing, sein Land werde mit allen Beteiligten für eine baldige und friedliche Lösung zusammenarbeiten.

Die neuen Gespräche mit Nordkorea auf Ministerebene, die am nächsten Dienstag beginnen, wird Südkorea in Übereinstimmung mit den USA und Japan nutzen, um Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms zu überreden. US-Präsident George W. Bush hat Nordkorea ein Hilfspaket in Aussicht gestellt, falls Pjöngjang sein Atomprogramm aufgeben und abrüsten sollte. Die bereits vor der jüngsten Krise geplanten Energie- und Nahrungsmittelhilfen waren nach seinen Angaben wegen der Wiederaufnahme des Nuklearprogramms eingefroren worden.

Nach Überzeugung des Direktors der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el Baradei, könnte Russland der wichtigste Vermittler werden. Bei einem Treffen in Moskau sagte der russische Außenminister Igor Iwanow, Pjöngjang müsse sich "als Voraussetzung zu einer Normalisierung der Lage auf der koreanischen Halbinsel" an seine vertraglichen Verpflichtungen halten. Russland ist durch die Kontakte von Präsident Wladimir Putin zum nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il einer der wenigen Staaten, die Einfluss auf das isolierte Regime nehmen können. Auch China könnte wegen seiner traditionell guten Beziehungen zu Pjöngjang eine Rolle spielen, doch betont Peking, dass sein Einfluss nur begrenzt sei. Peking ist tief besorgt und fordert vor allem direkte Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea.

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