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15.03.2004

15:06 Uhr

US-Aktienanalysten wollen ihr Verhältnis zu den Unternehmen klarer regeln. Der Analystenverband Association for Investment Management and Research (AIMR) hat nun den Entwurf eines Verhaltenskodex vorgelegt, der über das hinausgeht, was die Securities and Exchange Commission (SRC) sowie andere US-Strafverfolgungsbehörden im vergangenen Jahr mit den Investmentbanken vereinbart hatten, so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 12. 3. 2004.
Mit dem Entwurf soll der Druck von Unternehmen auf die Analysten, positive Urteile abzugeben, verringert werden. So sollen Unternehmen darauf verzichten, Analysten den Zugang zu Informationen zu verweigern, um ihre Beurteilung zu beeinflussen. Untersagt werden sollen auch andere Formen der Diskriminierung gegen Analysten. Da es bereits Untersuchungen der SEC gibt, handelt es sich auch um einen Versuch, der SEC mit freiwilligen Regeln den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Der Kodex-Entwurf spricht auch den in den USA gängigen Trend an, dass vor allem kleinere Unternehmen Analysten dafür bezahlen, dass sie Research über die Firmen erstellen. Diese Praxis hat sich nach Ansicht der Verbände stärker verbreitet, seit die Investmentbanken ihr Research zurückgefahren haben. Dieses "issuerpaid research" soll nicht verboten werden, die Praxis soll aber künftig klar ausgewiesen werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 15.03.2004

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