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28.05.2000

13:05 Uhr

Ute Voigt und Siegmar Mosdorf wollen Ministerpräsident Erwin Teufel beerben

SPD-Mitglieder in Baden-Württemberg werden Spitzenkandidaten bestimmen

Zwei prominente SPD-Abgeordnete sollen sich am 23. Juli dem Votum der Mitglieder stellen. Ermittelt wird, wer gegen den amtierenden Ministerpäsidenten, Erwin Teufel (CDU), antreten kann.

ap FREIBURG. Die baden-württembergischen Sozialdemokraten werden ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im März 2001 per Urwahl bestimmen. Der SPD-Landesvorstand schlug am Samstag in Freiburg für die Mitgliederbefragung am 23. Juli die Landesvorsitzende Ute Vogt und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Siegmar Mosdorf, als Kandidaten vor. Beide hatten sich vor einer Woche bereit erklärt, gegen den mit Hilfe der FDP regierenden CDU-Ministerpräsidenten Erwin Teufel in den Ring zu steigen.



Eigentlich sollte der Landesvorstand am 17. Juni über den Spitzenkandidaten entscheiden, der am 30. September auf einem Parteitag in Stuttgart nominiert werden soll. Über dieses Verfahren hatte sich aber in der Partei im Laufe der Woche Unzufriedenheit breit gemacht. Der nach eigenen Angaben mitgliederstärkste Ortsverband im Südwesten, der Esslinger Ortsverein, sprach sich daraufhin für die Mitgliederbefragung aus. Der Landesvorstand beschloss ferner, dass sich sowohl die 35 Jahre alte Vogt als auch der 48-jährige Mosdorf bei vier Regionalkonferenzen den Mitgliedern in den nächsten Wochen vorstellen sollen. Nach Angaben eines Sprechers hat die Partei in Baden-Württemberg rund 51 000 Mitglieder.



Der Vorstand wies darauf hin, dass noch weitere Kandidatenvorschläge gemacht werden können. Vogt, die für den Wahlkreis Pforzheim im Bundestag sitzt, und auch Mosdorf streben auf jeden Fall ein Landtagsmandat an. Beide hatten betont, dass sie im Falle einer Wahl ihr Landtagsmandat annehmen und ihre Ämter in Berlin aufgeben wollten. Bei der vorigen Landtagswahl hatte die SPD in Baden-Württemberg 25,1 % der Stimmen erreicht.

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