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29.01.2003

16:57 Uhr

Van Gogh ging schon für 82,5 Millionen Dollar über den Tisch

Gemälde für 77 Millionen Euro erstmals öffentlich gezeigt

Mit einem Werk des flämischen Malers Peter Paul Rubens wird von Donnerstag an in London eines der teuersten Gemälde der Welt erstmals seit 400 Jahren wieder öffentlich gezeigt. "Das Massaker der Unschuldigen" gehört dem Milliardär und Medienunternehmer David Thomson, der das Bild im vergangenen Jahr auf einer Auktion in London für eine Rekordsumme von 49,5 Mill. Pfund (rund 77 Mill. Euro) ersteigert und nun für drei Jahre an die Londoner Nationalgalerie ausgeliehen hat.

Reuters LONDON. Es ist das teuerste je in Pfund verkaufte Bild und soll nach der Zeit in London in der Kunstgalerie von Ontario in Kanada zu sehen sein.

Bis zu der Auktion im vergangenen Jahr gehörte das vermutlich 1610 gemalte Bild privaten Sammlern. Seit 1780 war das Gemälde dem Rubens-Schüler Jan van den Hoecke zugeschrieben worden. 1920 wurde es von der Familie Liechtenstein an den Vater einer heute 90-jährigen Wienerin verkauft, der es bis zur Auktion im Juli vergangenen Jahres gehörte.

Das Gemälde zeigt eine biblische Szene aus der Zeit nach der Geburt Jesu Christi. Auf der Suche nach dem Neugeborenen entreißen Soldaten Kinder ihren Müttern und töten sie im Auftrag des römischen Statthalters Herodes. Mit seinen leuchtenden Farben und den ineinander verflochtenen Körpern von Frauen, Soldaten und Babys kennzeichnet das Gemälde den Beginn des Barockzeitalters in der Malerei Nordeuropas.

Die zwei bislang teuersten Gemälde der Welt in Dollar-Preisen sind Vincent van Goghs "Portrait von Dr. Gachet" und Pierre-Auguste Renoirs "Au Moulin de la Galette", die 1990 für 82,5 Millionen Dollar beziehungsweise 78,1 Millionen Dollar verkauft wurden.

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