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19.01.2001

22:17 Uhr

dpa WASHINGTON. Die USA haben am Freitag versichert, keine Information über die im Kosovo-Konflikt eingesetzte Uranmunition gegenüber Deutschland zurückgehalten zu haben. "Wir waren in dieser Frage ganz offen und haben uns klar ausgedrückt", sagte US- Außenamtssprecher Richard Boucher in Washington.

Ein Regierungsbeamter, der namentlich nicht genannt werden wollte, erklärte zugleich, dass Vorwürfe mangelnder Information der Deutschen auf schlechte Kommunikation innerhalb der Bundesregierung selbst zurückzuführen sei. Er drückte auch Verärgerung über Verteidigungsminister Rudolf Scharping aus, der am Mittwoch den amtierenden US-Botschafter in Berlin einbestellt und den USA vorgeworfen hatte, die NATO-Partner unterschiedlich genau informiert zu haben.

Die Deutschen seien selbst Mitglied in der NATO und sollten daher Kenntnis von allen Diskussionen innerhalb der Allianz in der Frage der Munition haben, sagte der Regierungsbeamte. "Wenn es innerhalb der deutschen Regierung Fehler bei der Kommunikation gab, dann ist das etwas, worüber sie sich Sorgen machen sollten."

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