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30.01.2003

12:25 Uhr

Verbraucher in „anhaltendem Stimmungstief"

Umsatzminus übertrifft Befürchtungen des Handels

Der deutsche Einzelhandel hat im ersten Jahr des Euro-Bargeldes den schlimmsten Umsatzeinbruch der Nachkriegsgeschichte hinnehmen müssen. Insgesamt setzte die Branche 2002 noch 365 Mrd. ? um.

Die Rabattschlachten konnten den Umsatz der Händler auch nicht retten. Foto: dpa

Die Rabattschlachten konnten den Umsatz der Händler auch nicht retten. Foto: dpa

HB/dpa BERLIN. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 3,5 %, wie der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Donnerstag mitteilte.

Das Ergebnis liegt unterhalb der ohnehin schon pessimistischen Erwartungen. Bis zuletzt hatte der Verband mit einem Minus von maximal 3 % kalkuliert. Wegen des extrem schwachen Geschäfts im November und Dezember (-4,7 beziehungsweise-5,8 %) war diese Prognose aber nicht mehr zu halten. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Umsatz-Minus von 1,5 %. Der Einzelhandel fürchtet, dass wie 2002 abermals rund 30 000 Arbeitsplätze verloren gehen.

Als Hauptursache für die Konsumflaute nannte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr das "anhaltende Stimmungstief" der Verbraucher, in dem sich die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz und die schwache Konjunktur widerspiegelten. Außerdem habe der Handel die Verunsicherung wegen des neuen Bargelds unterschätzt. "Die Leute haben immer noch kein richtiges Gefühl für die Preise."

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