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07.02.2001

14:02 Uhr

Verbraucherschutz

EU-Kommission empfiehlt Verbot von T-Bone-Steaks wegen BSE

Die EU-Kommission hat wegen der BSE-Krise ein faktisches Verbot von T-Bone-Steaks in zehn Ländern der Europäischen Union (EU) empfohlen.

Reuters BRÜSSEL. Der EU-Kommissar für Lebensmittelsicherheit, David Byrne, sagte am Mittwoch in Brüssel, die Verwendung von Stücken des Rückgrats von Rindern, älter als zwölf Monate sollte verboten werden. Dieses Verbot würde für alle 15 EU-Staaten mit der Ausnahme von Österreich, Schweden, Finnland, Großbritannien und Portugal gelten. In diesen Ländern habe es bislang keine BSE-Fälle gegeben oder es gebe dort weiter reichende Sicherheitsmaßnahmen bei der Fleischherstellung.

"Mit den heutigen Vorschlägen fügen wir eine zusätzliche Schutzebene für die Verbraucher hinzu", sagte Byrne. Die Kommission empfahl zudem, Separatorenfleisch von Wiederkäuern zu verbieten. Auch solle Fett von Wiederkäuern erst mit einem Dampfdruck-Verfahren behandelt werden, bevor es im Tierfutter eingesetzt werde. Die Empfehlungen folgen Vorschlägen von Wissenschaftlern vom Januar. Die EU-Agrarminister hatten sich bereits im Januar für die Verbote ausgesprochen, die EU-Kommission aber beauftragt, Einzelheiten für die Umsetzung auszuarbeiten. Die Minister wollen nun Ende Februar über die Vorschläge der Kommission entscheiden.

Mit BSE infiziertes Fleisch steht im Verdacht, beim Menschen eine Variante der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) auszulösen. In Großbritannien war Mitte der 80er Jahre der erste Fall von BSE registriert worden. In Europa sind seitdem mehr als 80 Menschen an vCJD gestorben, die meisten von ihnen in Großbritannien.

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