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11.07.2000

12:45 Uhr

Verdacht auf massive Steuerhinterziehung

Russische Steuerpolizei ermittelt gegen Ölgesellschaft Lukoil

Die russische Regierung will im August weitere 4,5 % der Lukoil-Aktien auf den internationalen Markt bringen.

dpa MOSKAU. Russlands führende Erdölgesellschaft Lukoil ist als weiteres Großunternehmen ins Visier russischer Ermittler geraten. Die Steuerpolizei habe Ermittlungen gegen die Führung von Lukoil unter dem Verdacht massiver Steuerhinterziehung aufgenommen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf die Behörde. Das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Jahren "bedeutende Summen" durch fingierte Exportverträge hinterzogen und unrechtmäßig die Mehrwertsteuer zurückerstattet bekommen, hieß es.

Lukoil erzielte im vergangenen Jahr mit 53,3 Mill. Tonnen Rohöl die höchste Einzelförderung unter russischen Ölgesellschaften. Die russische Regierung will im August weitere 4,5 % der Lukoil-Aktien aus dem Staatsbesitz auf den internationalen Markt bringen. Lukoil-Aktien verloren im Moskauer RTS-Computerhandel nach Bekanntwerden der Untersuchung mehr als sechs Prozent auf 12,6 Dollar.

Derzeit sind bereits gut 40 % der Lukoil-Aktien in Form von ADR-Papieren (American Depository Receipts) auf dem internationalen Markt. In staatlicher Hand ist noch ein Anteil von 26,2 %.

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