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23.06.2000

15:59 Uhr

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Verdacht des Insiderhandels bei Foris nicht bestätigt

Der Verdacht auf Insiderhandel ist vom Tisch - aber es wird weiter wegen Bilanzfälschung und Kursbetrugs ermittelt.

dpa BERLIN. Der Verdacht des Insiderhandels beim Berliner Prozesskostenfinanzierer Foris hat sich nicht bestätigt. Die Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Freitag in Berlin, dieser Vorwurf sei widerlegt. Dagegen werde weiter wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung der Bilanz und des Kursbetrugs ermittelt. Die Aktien des am Neuen Markt notierten Unternehmens waren wegen der Ermittlungen der Justiz und der Börsenaufsicht unterdessen am zweiten Tag in Folge vom Handel ausgesetzt.

Die Foris AG, die Rechtsstreitigkeiten gegen Erfolgsbeteiligung finanziert, weist den Verdacht des Kursbetrugs zurück. Dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden wird vorgeworfen, am 13. Januar dieses Jahres 597 000 Foris-Aktien außerhalb des Börsenverkehrs an eine Bank verkauft zu haben. Der Verkauf solle in unmittelbarem Zusammenhang mit den am Vortag veröffentlichten positiven Geschäftszahlen gestanden haben. Die Ermittlungen wurden nach einer Anzeige im Juni eingeleitet.

Das größtenteils von Rechtsanwälten getragene Unternehmen springt ein, wenn der Kläger trotz aussichtsreicher Rechtsposition das Prozesskostenrisiko nicht tragen will oder nicht tragen kann. Die Aktien von Foris hatten am Mittwoch im Xetra-Handel 49 Euro gekostet, 4,22 % weniger als am Vortag.

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